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Düsseldorf
Lange Schlangen am Flughafen Köln

Düsseldorf. Verdi wirft der Sicherheitsfirma Kötter vor, zu wenig Personal einzusetzen.

Das Problem mit dem fehlenden Sicherheitspersonal am Flughafen Köln/Bonn hält offenbar an. Vor den Sicherheitskontrollen kam es auch gestern wieder zu langen Warteschlangen. Grund dafür ist nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, dass die Sicherheitsfirma Kötter, die im Auftrag der Bundespolizei die Fluggäste kontrolliert, nicht ausreichend Personal habe. Die Essener Firma selbst wollte sich auf Anfrage gestern nicht äußern.

Dem Flughafen zufolge mussten Reisende 45 Minuten am Terminal 2 warten. "Aktuell fehlen Kötter 50 Beschäftigte", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim unserer Redaktion. Und der Donnerstag sei noch nicht einmal der verkehrsreichste Tag der Woche. Auch heute könne es erneut zu Problemen kommen, warnt der Verdi-Mann. "Kötter hat versucht, 80 Beschäftigte aus Düsseldorf mit einer Prämie in Höhe von 40 Prozent des Gehalts nach Köln zu locken. Nach unserem Kenntnisstand hat sich bislang allerdings nur ein Beschäftigter bereiterklärt, zu kommen."

Das Problem ist seit einem Jahr bekannt. Mehrere Spitzengespräche bei der Bundespolizeidirektion in Berlin brachten für Köln/Bonn bislang aber keine Abhilfe.

Tarim kritisierte, dass der Staat sehenden Auges die Sicherheit aufs Spiel setze. "Gerade in einer so angespannten Zeit wie heute in Kauf zu nehmen, dass zu wenig Sicherheits-Beschäftigte im Einsatz sind, ist fahrlässig. Wenn die verbliebenen Kräfte über mehrere Stunden im Dauereinsatz sind, leidet die Konzentration. Hier muss dringend etwas passieren."

Eine Sprecherin des Flughafens erklärte auf Anfrage, lange Schlangen vor den Sicherheitsschleusen mit Wartezeiten von 45 Minuten seien in der Ferienzeit nichts Ungewöhnliches: "Das kann immer mal wieder vorkommen, wenn viele Passagiere zeitgleich kommen, löst sich dann in der Regel aber auch wieder auf." Auch für den Freitag könne sie nicht ausschließen, dass es wieder zu längeren Wartezeiten komme, so die Sprecherin. Tatsächlich beruhigte sich die Lage am Abend wieder.

(maxi)
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