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Münster
LBS West will bis zum Jahr 2020 rund 100 Jobs streichen

Münster. Die Landesbausparkasse (LBS) West sieht sich bei der umstrittenen Kündigung zuteilungsreifer Altverträge mit hohen Zinszusagen im Recht. Das betonte Vorstanschef Jörg Münning bei der Bilanzvorlage. Beim Oberlandesgericht in Hamm sind zu dem Thema drei Klagen gegen die LBS West anhängig. Die bundesweit mit Spannung erwartete Entscheidung soll am 22. Juni fallen. Bei einer mündlichen Verhandlung hatte das OLG Hamm angedeutet, dass es eventuell den Weg zum Bundesgerichtshof öffnen will. Klagen gegen eine Vertragskündigung durch die LBS hatte es bislang abgewiesen. Das OLG in Stuttgart hatte allerdings jüngst bei vergleichbaren Fällen anders entschieden.

Die LBS West hat 2015 einen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis fiel um mehr als 40 Prozent auf zehn Millionen Euro. Die Gründe: unter anderem hohe Lasten aus Pensionsrückstellungen und der Umbau des Vertriebs. Die LBS West sei aber auch "unter den derzeit schwierigen Bedingungen profitabel", betonte Münning. Wie bekannt, will die LBS die Kosten dauerhaft um 40 Millionen Euro senken. An den Standorten Bremen, Düsseldorf und Münster soll die Zahl der Jobs bis 2020 um 100 auf 550 reduziert werden. Aktuell sind es 629, davon 34 in Düsseldorf.

(dpa)
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