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Hannes Ametsreiter Und Uwe Nickl
Lufthansa erwartet besten Sommer der Geschichte

Als persönlichen Triumph kann Lufthansa-Chef Carsten Spohr die in der Nacht zu gestern verkündeten vorläufigen Halbjahreszahlen betrachten. Es hat sich gelohnt, gegen viele Widerstände den Discountableger Eurowings zu gründen. Und es war klug, Eurowings mit dem Leasing von 30 Air-Berlin-Jets weiteres Wachstum zu ermöglichen. Spohr verkündete den Erfolg auch beim Kurznachrichtendienst Twitter: "Besonders erfreulich ist der Erfolg unserer Zweitmarke Eurowings." Er halte es für denkbar, dass Eurowings in diesem Jahr bereits schwarze Zahlen schreibe, obwohl es weiter sehr hohe Anfangsinvestitionen gebe. Von Reinhard Kowalewsky

Die Zahlen bestätigen den positiven Trend: Der operative Gewinn des gesamten Konzerns verdoppelte sich praktisch von 529 Millionen Euro auf 1,042 Milliarden Euro. Das reine Passagiergeschäft warf mit 680 Millionen Euro auch fast das Doppelte wie ein Jahr davor ab. Doch die spannendste Zahl war der Umsatz: Er ging im ersten Halbjahr um rund zwölf Prozent auf 17 Milliarden Euro hoch - dies spiegelt insbesondere das sehr schnelle Wachstum von Eurowings wieder: Die Zahl der Passagiere bei der Tochterfirma inklusive des Ablegers Brussels Airlines sprang um 67 Prozent auf 13,3 Millionen im Halbjahr hoch.

Lufthansa rechnet nun mit einem weiteren Anziehen des Geschäftes. Er erwarte den besten Sommer der Geschichte, sagte Spohr kürzlich. Denn einerseits profitiert der Konzern von sinkenden Spritpreisen.

Andererseits sorgt die große Reiselust der Deutschen und auch anderer Nationen für eine gute Auslastung der Jets: Bei Eurowings wurden im Juni 80,9 Prozent der Tickets verkauft - 2,7 Prozentpunkte mehr als ein Jahr davor, obwohl Eurowings das Angebot um 75 Prozent erhöht hatte. In Düsseldorf als wichtigstem Flughafen von Eurowings verdoppelte sich die Zahl der Tickets sogar.

Lufthansa-Flugzeuge nach Nord- und Südamerika waren im Juni zu 86,5 Prozent ausgebucht - drei Prozentpunkte mehr als im Juni 2016. Und obwohl die Airlines vom persischen Golf der Lufthansa in Richtung Asien harte Konkurrenz machen, läuft das Geschäft exzellent: Die Maschinen Richtung Asien waren im Juni zu 86 Prozent ausgelastet, 3,8 Prozentpunkte mehr als ein Jahr davor.

Quelle: RP
 
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