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Manipulations-Software
VW beginnt mit Rückruf weiterer 800.000 Autos

Manipulation: Volkswagen beginnt mit Rückruf weiterer 800.000 Autos
Mehrere Modelle des Autobauers sind betroffen. FOTO: dpa, jst
Wolfsburg. Im Abgas-Skandal hat Volkswagen mit dem Rückruf von weiteren 800.000 betroffenen Autos begonnen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe am Freitag die von VW vorgeschlagene Umrüstung der Modelle Passat, CC und Eos mit 2,0-Liter-TDI-Motoren des Typs EA 189 genehmigt, teilte das Unternehmen mit.

Die Autobesitzer erhielten demnächst ein Schreiben, in dem sie um eine Terminvereinbarung mit einer VW-Partnerwerkstatt ihrer Wahl gebeten werden. Der Rückruf betreffe "eine große Anzahl an Fahrzeugen", erklärte VW-Manager Jürgen Stackmann. Die mit der Umrüstung beauftragten Partner des Unternehmens seien jedoch auf den "Besuch" der betroffenen Kunden "gut vorbereitet".

Die Autos erfüllten nach der Umrüstung "alle gesetzlichen Anforderungen", teilte VW weiter mit. Durch die Aktion entstünden bei Verbrauchswerten, Leistungsdaten und Geräuschemissionen keine Veränderungen. Den Kunden sollen durch den Rückruf laut VW keinerlei Kosten entstehen. Ihnen werde für die Zwischenzeit eine "angemessene und kostenfreie Ersatzmobilität" angeboten.

Die betroffenen Passatmodelle hätten eigentlich schon früher zurückgerufen werden sollen. Das KBA entschied jedoch, die Golf-Modelle vorzuziehen. Am Freitag kündigte Volkswagen nun neue Verschiebungen an. Der für das zweite Quartal vorgesehene Rückrufbeginn für Fahrzeuge mit 1,2-Liter-TDI-Motoren "wird verzögert anlaufen".

Volkswagen muss bei dem Rückruf alle Einzelheiten und Zwischenschritte von der nationalen Aufsichtsbehörde absegnen lassen. Der Konzern hatte im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben, die den Schadstoffausstoß bei Emissionstests drückt.

(AFP)
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