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Kita-Tarifkonflikt
Manuela Schwesig: Erzieher sollen auf Streik verzichten

Die Geister-Kitas von Düsseldorf
Die Geister-Kitas von Düsseldorf FOTO: Endermann, Andreas (end)
Berlin. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat die Erzieher dazu aufgerufen, von einer neuen Streikrunde Abstand zu nehmen. Gleichzeitig gab sich sich verständnisvoll: Eine gute Bezahlung sei eine berechtige Forderung.

Im Kita-Tarifstreit hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) dazu aufgerufen, die Auseinandersetzung über die Bezahlung von Erziehern ohne Streiks beizulegen. "Die Tarifparteien sollten den Sommer nutzen, um den Konflikt zu lösen, damit keine weiteren Streiks drohen", sagte Schwesig der "Bild"-Zeitung. Die Ministerin äußerte zugleich Verständnis für die Interessen der Kita-Beschäftigten: "Eine gute Bezahlung von Erzieherinnen und Erzieher ist eine berechtigte Forderung. Kinder und Eltern brauchen eine gute Kindertagesbetreuung."

Die Tarifverhandlungen sollen am Donnerstag in Offenbach fortgesetzt werden. Bereits am Wochenende hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi neue Streiks angedroht, nachdem ihre Mitglieder den Ende Juni nach wochenlangen Kita-Streiks vorgelegten Schlichterspruch im Tarifstreit für den kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst mit klarer Mehrheit abgelehnt hatten. Auch die ebenfalls beteiligte Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) drang auf Nachbesserungen und drohte mit erneuten Streiks. Laut Verdi-Chef Frank Bsirske soll es aber vor dem Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg Mitte September keine Arbeitsniederlegungen geben.

Frank Bsirske: Stationen eines Berufsfunktionärs FOTO: dpa, upy wst

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) machte deutlich, dass sie keinen Spielraum für ein verbessertes Angebot sieht. Die möglichen neuen Streiks kritisierten die Arbeitgeber scharf.

Die Gewerkschaften hatten für die 240.000 Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes neue Eingruppierungsregeln und Tätigkeitsmerkmale gefordert, was ihren Angaben nach letztlich zu im Schnitt zehn Prozent mehr Gehalt führen sollte. Die Empfehlungen des Schlichterspruchs lagen deutlich darunter.

(AFP)
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