kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Tarifstreit: Marburger Bund will Abschluss für Krankenhausärtze nicht übernehmen

zuletzt aktualisiert: 01.08.2006 - 21:44

Berlin (rpo). Im Tarifstreit für die Beschäftigten an kommunalen Kliniken hat es eine erste Einigung gegeben. Die Gewerkschaft Verdi hat sich mit den Kommunen auf einen Abschluss geeinigt. Doch der Marburger Bund, in dem die meisten Ärzte organisiert sind, will die Einigung nicht übernehmen.

Im Tarifkonflikt der kommunalen Krankenhäuser haben sich die Arbeitgeber mit den Gewerkschaften Verdi und dbb Tarifunion auf einen Tarifvertrag verständigt. Die am Dienstag ausgehandelten Eckpunkte sehen für das ärztliche Personal Gehaltssteigerungen um durchschnittlich zehn Prozent und eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden vor. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund war jedoch nicht beteiligt. Sie will die Einigung auch nicht akzeptieren.

Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, sprach von einem "Durchbruch", der den Rahmen für weitere Gespräche mit dem Marburger Bund vorgebe. Er forderte die Ärztegewerkschaft auf, "Realitätssinn" zu zeigen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Verdi-Chef Frank Bsirske sagte, für die Beschäftigten gebe es Verbesserungen in einem Umfang, wie sie keine andere Berufsgruppe in den vergangenen Jahren erreicht habe. Er warf dem Marburger Bund vor, einseitig die Interessen der Ärzte zu vertreten und die übrigen Klinik-Beschäftigten zu vernachlässigen. Laut Bsirske bedeutet das Tarifergebnis für die Kliniken Personalkostensteigerungen in Höhe von insgesamt 4,5 Prozent. Damit sei die "Grenze des Machbaren" erreicht.

Die Einigung sieht mehrere Öffnungsklauseln vor. So sollen die Entgelte aller Klinikbeschäftigten um bis zu 20 Prozent angehoben werden können, wenn es dafür regionale beziehungsweise arbeitsmarktpolitische Gründe gibt. Für Ärzte kann statt der 40- eine 38,5-Stundenwoche vereinbart werden.

Zuschläge für Bereitschaftsdienste

Für Bereitschaftsdienste sind ein Zeitzuschlag an Feiertagen in Höhe von 25 Prozent und eine Erhöhung der Vergütung in drei Stufen vorgesehen. Für nichtärztliches Personal sollen die monatlichen Zulagen sowie die Ausbildungsentgelte erhöht werden. Die Regelungen sollen ab 1. September 2006 in Kraft treten.

Der Vorsitzende der dbb tarifunion, Frank Stöhr, hob hervor, mit der Einigung sei eine Spaltung in den Krankenhäusern verhindert worden. "Im Krankenhaus ist Teamwork alles", betonte Stöhr. In Richtung des Marburger Bundes stellte er fest: "Wer jetzt noch weiter streikt, setzt die Existenz zahlloser kommunaler Krankenhäuser und damit die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung aufs Spiel."

Der Marburger Bund hatte bereits vor der Einigung klargemacht, dass für ihn eine Übernahme nicht in Frage kommt. "Dieser Vertrag gilt nicht für uns", sagte Verbandschef Frank Ulrich Montgomery. Die Hoffnung der Arbeitgeber, durch einen Abschluss die seit sechs Wochen andauernden Streiks zu beenden, sei "irrig".

Montgomery sprach Verdi die Legitimation ab, für Klinikärzte zu verhandeln. Der Gewerkschaftschef kündigte an, die Streiks würden jetzt an Intensität und Schärfe zunehmen. Die Ärzte seien "stinksauer", dass man sie auf diese Art und Weise zu "übertölpeln" versuche.

Quelle: ap

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Ackermann mahnt Nachfolger zur Vorsicht

Deutsche-Bank-Hauptversammlung

Ackermann mahnt Nachfolger zur Vorsicht

Der scheidende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat sich nach zehn Jahren mit einer persönlichen Bilanz von den Aktionären verabschiedet ... mehr 

Elbphilharmonie: Stadt und Hochtief vor Einigung

Hamburgs bekannteste Baustelle

Elbphilharmonie: Stadt und Hochtief vor Einigung

Im Streit um die Elbphilharmonie stehen die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief offenbar kurz vor einer Einigung. Nach sieben Monaten ... mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Deutsche-Bank-Hauptversammlung

Ackermann mahnt Nachfolger zur Vorsicht

Hamburgs bekannteste Baustelle

Elbphilharmonie: Stadt und Hochtief vor Einigung

Rückgang geringer als üblich

Deutsche Arbeitslosenzahl im Mai gesunken

Rund 340 Arbeitsplätze betroffen

ThyssenKrupp schließt Werk in Düsseldorf

Abschreckende Wirkung

Mit Pollern gegen Falschabbieger

Überfall am Stoffelner Friedhof

"Wie ein Überfall in der Kirche"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Bundespräsident Gauck in Israel

Umstrittene Aussage über den Islam

Gauck distanziert sich von Wulff

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. Die Absicht dieses Satzes akzeptiere er, würde ihn aber anders formulieren sagte Gauck in einem Interview. mehr

 
DSCF9024.JPG

Pyrotechnik in Fußball-Stadien

Jäger will notfalls Vereine zur Kasse bitten

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) will angesichts zunehmender Probleme mit Bengalischen Feuern in Fußballstadien notfalls die Vereine zur Kasse bitten. mehr

 

Bundesinnenminister Friedrich im Interview

Deutschland schickt 30 Polizeibeamte zur EM

 

Umweltminister sorgt für Irritationen im Netz

Altmaier lobt Vorgänger und vergisst Röttgen

 

Referendum über europäischen Fiskalpakt

Europa fürchtet ein irisches Nein

 

Ingenieur im Januar verschleppt

In Nigeria entführter Deutscher getötet

 

Wegen Vorratsdatenspeicherung

EU-Kommission verklagt Deutschland

 
Strom-Rechner

kWh
vergleichen