General Motors auf Personalsuche: Mercedes-Manager soll Opel führen
zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 10:49Berlin (RPO). Auf der Suche nach einem neuen Opel-Chef ist General Motors (GM) offenbar bei einem anderen deutschen Autohersteller fündig geworden: Einem Medienbericht zufolge soll Rainer Schmückle, derzeit stellvertretender Chef von Mercedes-Benz, Opel zukünftig führen. EU-Kommissar Günter Verheugen warnte indes vor weiteren Opel-Hilfen.
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ist Schmückle der Favorit von GM Europa-Chef Nick Reilly für die Opel-Spitze. Er gilt als krisenerfahrener Sanierer, der Mercedes zuletzt ein umfassendes Sanierungsprogramm verordnete. Schmückle war davor bei der früheren Bahntocher Adtranz tätig, sanierte bei dem amerikanischen LKW-Bauer Freigthline und brachte Mercedes aus den roten Zahlen.
Der scheidende EU-Kommissar Günter Verheugen hat indes EU-Staaten mit Fabriken der Opel-Mutter General Motors vor staatlichen Hilfen gewarnt. Er höre, dass einzelne Länder schon informelle Zusagen an GM gemacht hätten. "Das finde ich alarmierend", sagte Verheugen dem "Spiegel".
Staatliche Beihilfen seien ein Eingriff in den Wettbewerb und deshalb verboten. Ausnahmen könnten von der EU-Kommission genehmigt werden. Sie dürften nicht daran geknüpft werden, dass Arbeitsplätze an einem bestimmten Ort erhalten würden.
Laut "Spiegel" haben Großbritannien, Spanien, und Polen dem GM-Europachef Reilly bereits Kreditbürgschaften und Steuererleichterungen von fast einer Milliarde Euro angeboten. Belgien habe bis zu 500 Millionen Euro in Aussicht gestellt, damit das Opel-Werk in Antwerpen nicht geschlossen werde. Reilly habe das jedoch abgelehnt.
Auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle lehnt weiterhin staatliche Beihilfen für Opel ab. Der FDP-Politiker sagte dem "Hamburger Abendblatt", der Mutterkonzern GM gehe selbst davon aus, dass er die Kosten für die Sanierung selbst tragen könne.
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