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Saarbrücken
Merkel warnt vor restriktivem Datenschutz

Saarbrücken. Kanzlerin Angela Merkel hat vor einer zu restriktiven Auslegung des Datenschutzes gewarnt. "Das Prinzip der Datensparsamkeit, wie wir es vor vielen Jahren hatten, kann heute nicht die generelle Leitschnur sein für die Entwicklung neuer Produkte", sagte sie beim Nationalen IT-Gipfel in Saarbrücken. Bei der Anwendung der Datenschutz-Grundverordnung der EU müsse man aufpassen, "dass wir es nicht so restriktiv machen, dass das Big-Data-Management nicht möglich wird". Unter Big Data werden große Datenmengen verstanden, deren Nutzung wird wirtschaftlich immer wichtiger. Es gehe beim Datenschutz um Leitplanken und das Verhindern von Exzessen, so Merkel. Deutschland müsse sich jetzt auf das "Gigabitzeitalter" einrichten, also auf die Übertragung großer Datenmengen in Echtzeit.

Mit dem IT-Gipfel fällt auch der Startschuss für wichtige Projekte. In fünf Städten beginnen digitale "Hubs" ihre Arbeit. Dabei handelt es sich um Zentren, in denen Mittelständler, Start-ups, Konzerne und öffentliche Einrichtungen an neuen digitalen Dienstleistungen arbeiten. In Frankfurt kümmert man sich um die Digitalisierung der Finanzbranche, in Dortmund um die Logistik. In Hamburg geht es um Fragen der Seefahrt, in München um Mobilität, in Berlin um das Internet der Dinge.

(dpa)
 
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