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Berlin
Leitungswasser ist so gut wie Mineralwasser

Berlin. Die Verbraucherzentrale hält spezielles Babywasser für unnötig. Was man noch wissen sollte.

Je wärmer die Temperaturen, das zeigt die Erfahrung, desto besser die Geschäfte für die rund 200 deutschen Mineralbrunnen. Für Kunden ist die Auswahl groß. Vier Dinge, die Verbraucher wissen sollten:

Begriff Natürliches Mineralwasser ist ein geschützter Begriff. Nach Angaben der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) ist es das einzige Lebensmittel, das eine amtliche Anerkennung erhält. Natürliches Mineralwasser wird direkt an der Quelle abgefüllt und darf kaum behandelt werden. Erlaubt ist es, dem Wasser Schwefel und Eisen zu entziehen und Kohlensäure hinzuzugeben oder auch zu entziehen. Anders ist es bei Tafel- oder Quellwasser. Beide Wasser besitzen keine amtliche Anerkennung, Tafelwasser wird künstlich hergestellt.

Restaurant Wer im Restaurant ein Mineralwasser bestellt, muss es am Tisch in der geschlossenen Flasche serviert bekommen. So schreibt es die Mineral- und Tafelwasserverordnung vor. Der Kellner darf die Flasche demnach erst am Tisch öffnen. So soll die Qualität auf dem Weg bis zum Verbraucher gesichert sein. Babywasser Spezielle Babywasser haben kaum Vorteile im Vergleich zu anderem Mineralwasser, ergab ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Niedersachsen mit sieben Produkten. Diese werden oft in Tetrapaks als Durstlöscher oder zum Breianrühren für Säuglinge angeboten. Der Test ergab: Als Babywasser beworbene Produkte sind bis zu dreimal teurer als herkömmliches Mineralwasser, das ebenfalls zum Zubereiten von Säuglingsnahrung geeignet ist.

Auch auf "normalen" Mineralwasserflaschen steht manchmal der Hinweis: geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Das bedeute, dass das Wasser möglichst neutral sei und keine großen Mengen an Mineralien enthalte, erläutert die IDM. Der Hinweis darf auf dem Etikett stehen, wenn bestimmte Höchstwerte an Mineralstoffen nicht überschritten sind. Besser als andere Wasser seien solche nicht - nur anders. Schnäppchen Es muss nicht immer das Wasser aus dem Getränkemarkt sein. Für durchschnittlich 0,02 Cent pro Liter sei Leitungswasser aus dem Hahn konkurrenzlos billig zu haben, rät Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW. "Es ist deutlich günstiger, und es wird frei Haus geliefert. Das ist ein unschlagbares Argument", so Heldt. Sinnvoll sei es jedoch, das Wasser zunächst einige Zeit laufen zu lassen.

(dpa)
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