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Medienbericht
Mitsubishi soll deutlich mehr Modelle manipuliert haben

Mitsubishi Motors soll deutlich mehr Modelle manipuliert haben
Die Aktie von Mitsubishi Motors ist seit Bekanntwerden des Skandals drastisch eingebrochen. FOTO: afp
Tokio. Ende April 2016 hatte Mitsubishi Motors zugegeben, die Verbrauchsangaben einiger Modelle manipuliert zu haben. Laut einem Zeitungsbericht sind weitaus mehr Wagen betroffen als bisher angenommen. Es gehe um fast alle seit 1991 in Japan verkauften Modelle, heißt es. 

Das berichtete die Tageszeitung "Asahi" am Mittwoch. Nur drei Modelle seien nicht betroffen, schrieb das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise.

Mitsubishi hatte Ende April zugegeben, dass seit 1991 bei Tests getrickst wurde, um bessere Verbrauchswerte zu erreichen. Genaue Angaben zur Zahl der betroffenen Autos machte der Konzern nicht und verwies auf noch laufende Untersuchungen. Zuvor hatte Mitsubishi lediglich die Zahl von 625.000 Kleinstwagen genannt, die seit dem Jahr 2013 in Japan verkauft worden waren.

Dass diese Zahl nicht das ganze Ausmaß wiedergibt, war bereits klar. Sollte der "Asahi"-Bericht zutreffen, würde dies eine drastische Ausweitung des Skandals bedeuten - mit schwerwiegenden finanzielle Folgen.

Nissan will Schadenersatz

Der japanische Konkurrent Nissan, für den Mitsubishi mehr als 450.000 der betroffenen Kleinstwagen gebaut hatte, will Schadenersatz plus Zinsen und das Geld an die Kunden weiterreichen. Daneben drohen dem Konzern Klagen der eigenen Kunden sowie Strafzahlungen an die Behörden.

Zudem brach nach Bekanntwerden der Affäre die Mitsubishi-Aktie ein. Auch die Verkaufszahlen in Japan sanken nach Angaben des Konzerns um etwa die Hälfte. Mitsubishi-Präsident Tetsuro Aikawa bezeichnete die Lage schon Ende April als "sehr ernst".

(AFP)
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