Ex-DaimlerChrysler-Tochter soll börsenfähig werden: MTU baut in Deutschland 542 Arbeitsplätze ab
zuletzt aktualisiert: 02.04.2004 - 11:52München (rpo). Der Flugzeugturbinenhersteller MTU hat den Abbau von 542 Stellen beschlossen. MTU gehörte ehemals zum DaimlerChrysler-Konzern.
Mit den Personaleinsparungen und Kostensenkungen von rund 100 Millionen Euro soll das im Dezember von dem US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) übernommene Unternehmen bis 2006 fit für einen Börsengang gemacht werden, wie MTU-Chef Klaus Steffens der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) sagte.
Die Arbeitsplätze sollen innerhalb von drei Jahren vor allem durch Fluktuation abgebaut werden. Allein am Firmensitz München sollen 337 Stellen wegfallen. Zudem würden 155 Stellen in Hannover und 50 Stellen in Berlin gestrichen. Erst im vergangenen Jahr hatte MTU für München den Abbau von 462 Stellen angekündigt. Ende 2003 hatte der Konzern noch 8.012 Beschäftigte. Nach Worten von Steffens "wären die jetzt beschlossenen Kosten- und Stelleneinsparungen auch beim alten Eigentümer DaimlerChrysler notwendig gewesen".
Dem Unternehmen setzte im vergangenen Geschäftsjahr 2003 vor allem die Dollarschwäche zu, die den Umsatz um 12,7 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro einbrechen ließ. Das als "Impact 100" bezeichnete Sparprogramm soll mit dazu beitragen, dass "MTU bis Ende 2006 zu einem Börsengang bereit wäre", wie Steffens betonte. KKR hatte den Hersteller ziviler und militärische Triebwerke vergangenes Jahr für 1,45 Milliarden Euro von DaimlerChrysler übernommen.
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