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Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) war zeit seiner Existenz
eher ein Konglomerat als eine Bank mit klarer Geschäftsstrategie.
Mit Ursache dafür, dass die Bank das deutsche Finanzwesen fast vor die Wand gefahren hätte. Im Folgenden zeichnen wir die Geisterfahrt der Hypo Real Estate nach.
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2003 Der Münchner Geldkonzern HypoVereinsbank bringt das kommerzielle Immobiliengeschäft unter dem Namen Hypo Real Estate (HRE) an die Börse. Vorstandschef wird Georg Funke.
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23.7.2007 Die HRE erwirbt den Staatspapierhändler Depfa für 5,7 Milliarden Euro. Die aus der Wiesbadener Depfa hervorgegangene Bank hat ihren Sitz im weitgehend unregulierten Irland.
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15.1.2008 Im Laufe der weltweiten Immobilienkrise muss HRE überraschend 390 Millionen Euro abschreiben. Die Aktie des Dax-Wertes sackt um 40 Prozent in die Tiefe.
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Februar 2008 Die Finanzmarktaufsicht BaFin ordnet wegen drohender Liquiditätsengpässe eine Sonderprüfung an, deren Ergebnisse im Sommer an das Finanzministerium gesandt werden.
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Juni 2008 Der US-Investor J.C. Flowers kauft für 1,1 Milliarden Euro 24,9 Prozent der HRE.
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15.9. 2008 Die US-Investmentbank Lehman Brothers meldet Insolvenz an.
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17.9.2008 HRE-Chef Funke meldet bei der BaFin Liquiditätsprobleme an.
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27.-29.2008 In einer dramatischen Rettungsaktion garantieren Bundesregierung und Bankenwelt der HRE eine Liquiditätslücke von 35 Milliarden Euro. Wenige Tage später sind es 50 Milliarden. Bis Februar 2009 steigt die Garantiesumme auf 102 Milliarden.
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März 2009 Der HRE-Verlust beträgt 5,5 Milliarden Euro. Der Bundestag macht die Verstaatlichung der Bank möglich.
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2.6.2009 Eine Hauptversammlung beschließt eine Kapitalerhöhung. Anteil des Bundes an der HRE: 90 Prozent.
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28.10.2011: Die HRE hat weniger Schulden als im jüngsten Halbjahresbericht ausgewiesen. Grund dafür ist ein Bilanzierungsfehler. Die Bilanzsumme ist daher um 55,5 Milliarden Euro niedriger.