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Negativzinsen
Schäuble verdient mit Schulden 1,5 Milliarden Euro

Negativzinsen: Wolfgang Schäuble verdient mit Schulden 1,5 Milliarden Euro
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. FOTO: dpa, shp gfh
Berlin. Davon können Normalbürger nur träumen: Mit Schulden Geld verdienen. Die Bundesregierung hat genau das einem Zeitungsbericht zufolge in der ersten Jahreshälfte wegen der Negativzinsen geschafft.

Insgesamt habe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) 1,5 Milliarden Euro an Zinsen von den Geldgebern für neu ausgegebene Staatsanleihen erhalten, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Finanzministeriums. Die Zinsausgaben des Bundes verringerten sich demnach in den ersten sechs Monaten um 27,3 Prozent. Das entspreche einem Rückgang von 9,7 Milliarden Euro auf sieben Milliarden Euro, hieß es.

Derzeit liegen die Zinsen für Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren im Minusbereich. Zuletzt hat Deutschland erstmals eine zehnjährige Staatsanleihe mit einem negativen Zins auf den Markt gebracht, Anleihen mit kürzerer Laufzeit kann der Bund bereits seit längerem zu Geld machen. Hinter der jüngsten Entwicklung steckt die Europäische Zentralbank (EZB), die in großem Stil Staatsanleihen am Markt aufkauft und so die Zinsen drückt.

 

(felt/REU)
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