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Frankfurt
Neue Festnahme in der Affäre um CO2-Betrug

Frankfurt. Im Zusammenhang mit dem Betrugsskandal um CO2-Verschmutzungsrechte bei der Deutschen Bank ist den Behörden ein weiterer Tatverdächtiger ins Netz gegangen. Am Flughafen Wien sei ein 55-jähriger Schweizer festgenommen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit. Ihm würden Geldwäsche und schwere Steuerhinterziehung vorgeworfen. Als Mitglied einer Bande soll er von August 2009 bis April 2010 daran beteiligt gewesen sein, beim Handel von CO2-Emissionsrechten Steuern von etwa 125 Millionen Euro zu hinterziehen.

Den Angaben zufolge befindet er sich in Wien in Auslieferungshaft. Die Affäre wurde vor 2010 aufgedeckt. Die Deutsche Bank soll Teil eines Umsatzsteuerkarussells gewesen sein, mit dem sich betrügerische CO2-Händler Umsatzsteuer in dreistelliger Millionenhöhe erstatten ließen, die sie vorher nie gezahlt hatten. Die Bank, die nach Erkenntnissen der Ermittler am Ende der Betrugskette stand, hatte nach der Aufdeckung des Rings 220 Millionen Euro Steuern an das Finanzamt gezahlt.

(rtr)
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