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Frankfurt
Neuer 50-Euro-Schein kommt im April

Neuer 50-Euro-Schein: Fragen, Antworten und Hintergründe
FOTO: Ferl
Frankfurt. Keine Banknote wird so oft gefälscht wie der 50er. Nun will die EZB den Fälschern das Handwerk erschweren: Der neue Schein erhält neue Sicherheitsmerkmale. Die alten 50-Euro-Scheine behalten ihre Gültigkeit. Von Brigitte Scholtes

Nun kommt auch der neue 50-Euro-Schein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihn gestern vorgestellt. Ausgegeben wird er aber erst vom 4. April 2017 an.

Welche Sicherheitsmerkmale hat der neue 50er? Es gibt wieder ein Porträt-Fenster - wie schon beim 20er, der im November in Umlauf gebracht wurde. Wenn man den Schein gegen das Licht hält, erscheint in diesem durchsichtigen Fenster am oberen Ende des Hologramms ein Porträt der mythologischen Gestalt der Europa. Die Figur kann man auch im Wasserzeichen erkennen. An der Smaragdzahl, die man schon vom 20er kennt, hat die EZB festgehalten. Die verändert sich beim Kippen von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Wie kann man erkennen, ob der Schein echt ist? Es gelten die Prinzipen "Sehen, Fühlen, Kippen". So zeigt sich etwa die Europa oder man fühlt das spezielle Papier, den erhabenen Druck im Hauptbild, in den Buchstaben und in der großen Zahl. Und es verändert sich die Farbe, etwa der Smaragdzahl, beim Kippen.

Wie wichtig ist der 50-Euro-Schein? Der 50-Euro-Schein ist der am meisten verbreitete Geldschein. 45 Prozent aller Euroscheine, die in Umlauf sind - das waren im zweiten Halbjahr 2015 übrigens 18 Milliarden Stück - sind 50er. Von ihnen gibt es mehr Scheine als 5-, 10- und 20-Euroscheine zusammengenommen.

Wie häufig wird er gefälscht? Gemessen an seiner Verbreitung nicht so häufig wie man denken könnte: 37 Prozent der Fälschungen waren in der zweiten Hälfte 2015 50er, gut 46 Prozent aber 20er.

Warum wird der 50er erst im Frühjahr in Umlauf gebracht? Die EZB gibt ihren Partnern, das sind etwa die Banken, die Einzelhändler oder die Hersteller von Geld-, Park- oder Fahrscheinautomaten, die Gelegenheit, sich auf den neuen 50-Euro-Schein einzustellen. Bei der Ausgabe des 5-Euroscheins hatte es vor zwei Jahren Schwierigkeiten gegeben - der Schein wurde von den Automaten zunächst nicht akzeptiert.

Wie werden die 50er eingeführt? Die EZB beziehungsweise die Notenbanken des Eurosystems bringen die Geldscheine nach und nach in Umlauf. Dann werden die alten allmählich aus dem Verkehr gezogen. Wer später noch einen der alten Scheine findet, braucht man sich nicht zu sorgen: Diese behalten ihren Wert, man kann sie also bei der Bundesbank eintauschen, sie werden nur nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt - also an der Ladenkasse oder im Restaurant nicht mehr entgegengenommen.

Quelle: RP
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