Berlin (rpo). Die von der Schließung des AEG-Werks in Nürnberg betroffenen Beschäftigten bekommen während ihres Streiks Rückenstärkung von IG-Metall-Chef Jürgen Peters. Peters forderte den schwedischen Elektrolux-Konzern im ARD-"Morgenmagazin" auf, seine Verantwortung in Deutschland wahrzunehmen. Im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze sei die "Sozialpflichtigkeit des Eigentums" gefordert, sagte er.
Jürgen Peters mahnt Elektrolux zur sozialen Verantwortung. Foto: AP
Zugleich warf Peters dem Management eine "rüde Art" vor, mit der alle Vorschläge der Belegschaft zur Rettung des Standorts in Deutschland weggewischt würden. Der SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner sagte, der Konzern müsse jetzt nach alternativen Lösungen suchen. Die Streikenden hätten die volle Unterstützung der Sozialdemokraten, sagte Brandner. Der Politik seien aber die Hände gebunden. Deswegen müssten die Arbeitnehmer und die IG Metall dem Konzern einen Strich durch die Rechnung machen.
Die Beschäftigten des von der Schließung bedrohten Nürnberger AEG-Werks setzten am Montag ihren unbefristeten Streik für einen Sozialvertrag fort.
Quelle: afp2