Nürnberg/München (RPO). Das sogenannte Factoring beim insolventen Fürther Versandhandelsunternehmen Quelle ist wieder gesichert. "Die Quelle-Kunden können somit weiterhin wie gewohnt in Raten zahlen", sagte der Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, am Freitag.
Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) begrüßte die Einigung und erklärte, das Unternehmen werde nun hoffentlich ruhigere Zeiten erleben. Die Insolvenzverwaltung von Quelle habe sich mit den refinanzierenden Banken auf eine Anschlussfinanzierung geeinigt.
Am Mittwochabend war die alte Factoring-Vereinbarung ausgelaufen, in deren Rahmen drei Banken das Quelle-Geschäft gegen Abtretung ihrer Forderungen vorfinanzieren. Dabei handelt es sich um die Essener Valovis Bank, die BayernLB und die Commerzbank.
Nun könne man sich auf die Restrukturierung von Quelle konzentrieren. Ziel dabei sei die Freilegung des profitablen Kerns von Quelle, sagte Jörg Nerlich, der Beauftragte des Insolvenzverwalters für die Arcandor-Versandhandelssparte Primondo, zu der auch Quelle gehört.
Wirtschaftsminister Zeil zeigte sich erfreut über die Einigung mit den beteiligten Banken über eine Fortsetzung des Factoring für Quelle. Gleichzeitig verteidigte er die Gewährung eines Massekredits über 50 Millionen Euro. "Die jetzt erfolgte Einigung zum Factoring zeigt einmal mehr, dass die Gewährung des Massekredits die richtige Entscheidung war." Dadurch wurden überhaupt erst die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass an Fortführungslösungen für Quelle gearbeitet werden könne.
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Quelle: DDP/felt