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Berlin
Institut: Niedrige Zinsen verringern die Ungleichheit

Ratgeber: Wie Anleger und Touristen durch die Krise kommen
Ratgeber: Wie Anleger und Touristen durch die Krise kommen FOTO: dpa, jah
Berlin. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verringert einer Studie zufolge die ungleiche Verteilung von Vermögen in Deutschland. "Es findet eine Umverteilung statt - aber nicht zwischen Arm und Reich, sondern zwischen Verschuldeten und Sparern", erklärten die Forscher des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Denn von der lockeren Geldpolitik der EZB profitierten besonders Schuldner. Vor allem jüngere Menschen, die gerade eine Immobile erworben hätten und diese mit einer Hypothek finanzierten, müssten weniger Zinsen zahlen als noch vor einigen Jahren. Ältere hingegen, die meist mehr Ersparnisse als Schulden hätten, bekämen dafür weniger Zinsen.

"Da Ältere im Durchschnitt wohlhabender sind als Jüngere, begünstigt die Niedrigzinsphase eher einen Rückgang der Vermögensungleichheit in Deutschland", argumentieren die IW-Experten. Dagegen profitiere besonders der Staat, da er für seine Schulden deutlich weniger Zinsen zahlen müsse.

(rtr/mar)
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