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Oslo
Norwegischer Pensionsfonds will VW verklagen

Oslo. Wegen millionenschwerer Aktienverluste im VW-Abgasskandal will der norwegische Staatsfonds NBIM, der weltgrößte seiner Art, den Autobauer verklagen. "Das VW-Management hätte über die Manipulationssoftware Bescheid wissen müssen, sagte Fonds-Manager Petter Johnsen der "Financial Times". "Als Investor ist es unsere Verantwortung, die Anteile des Fonds an Volkswagen zu beschützen." Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sei über die Klage informiert worden. Ein Sprecher des Autobauers wollte das nicht kommentieren.

Der staatliche Pensionsfonds hält rund 1,64 Prozent stimmberechtigte Anteile an Volkswagen. Wegen der Kursverluste der Volkswagen-Aktie hat der Fonds, der sich aus Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung speist, Hunderte Millionen Euro verloren.

Derweil erhalten die 120.000 VW-Mitarbeiter mit dem Mai-Gehalt eine Erfolgsbeteiligung von je 3950 Euro, teilte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh mit. Bisher hatte die Tarifbelegschaft Anspruch auf jeden zehnten Euro des Gewinns. Da es 2015 keinen Gewinn gab, hätte es auch nichts zu verteilen gegeben. Daher wird die Bemessungsgrundlage für die Erfolgsbeteiligung nun zweijährig sein. "Hierfür werden wir den Tarifvertrag der IG Metall anpassen", so Osterloh.

(dpa)
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