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Düseldorf
NRW-Beamte wollen die Jubiläumszulage zurück

Düseldorf. Der Deutsche Beamtenbund (DBB) hat die Landesregierung aufgefordert, die Jubiläumszulage für langgediente Beamte wieder einzuführen. Im Rahmen der Anhörung des Gesetzentwurfs zur Dienstrechtsmodernisierung betonte DBB-Landeschef Roland Staude, wenn der rot-grünen Landesregierung die 25-jährige Treue eines Beamten nicht einmal 12,28 Euro im Jahr wert sei, "dann ist es um unser Land als attraktiven Arbeitgeber schlecht bestellt". Der DBB rechnet vor, dass sich bei jährlich 12,28 Euro in 25 Dienstjahren eine mögliche Zuwendung in Höhe von 307 Euro ergibt.

Auf diesem Niveau bewegt sich nach Gewerkschaftsangaben die Zulage in anderen Bundesländern. Für eine 25-jährige Diensttätigkeit liege sie in der Regel bei 350 Euro brutto; bei 40 Dienstjahren seien es 500 Euro und bei 50 Jahren 500 bis 600 Euro. Laut DBB gewähren neben NRW auch Niedersachsen und Rheinland-Pfalz ihren Beamten keine Jubiläumszulage. Die angestellten Arbeitnehmer erhielten hingegen das entsprechend gestaffelte Jubiläumsgeld.

Die Wiedereinführung der Zulage sei ein kleiner, aber gewichtiger Punkt zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes, so der DBB. Unterstützung erhält die Beamtengewerkschaft von der NRW-CDU. Sie macht sich für einen parteiübergreifenden Konsens zur Neuauflage der Jubiläumszuwendung stark. Den Beamten müsse "eine höhere Wertschätzung von Seiten der Landesregierung entgegengebracht werden", sagte der CDU-Haushaltsexperte Marcus Optendrenk zu unserer Redaktion. Er schätzt die damit verbundenen Kosten auf einen "geringen" Millionenbetrag. "Das sollte uns unser öffentlicher Dienst wert sein", bekräftigte auch der CDU-Personalexperte Werner Lohn.

In NRW war die Jubiläumszulage 1998 abgeschafft worden. Seither erhalten Beamte für ihre 25, 40 oder 50 Dienstjahre eine "Ehrenurkunde" und einen dienstfreien Tag.

(hüw)
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