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Düsseldorf
NRW-Minister macht sich für "sozialen Arbeitsmarkt" stark

Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (SPD) will mithilfe eines "sozialen Arbeitsmarktes" mehr Landzeitarbeitslosen einen Job vermitteln. In NRW gebe es nach wie vor rund 300.000 Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos seien, sagte der SPD-Politiker. Zwar fänden jedes Jahr Tausende den Weg aus der Arbeitslosigkeit zurück in den ersten Arbeitsmarkt, doch es rutschten jedes Jahr ähnlich viele Arbeitssuchende neu in diese Gruppe.

Zur Wahrheit gehöre, dass ein erheblicher Teil der Langzeitarbeitslosen wegen mangelnder Qualifikation keine Chance auf den direkten Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt habe, sagte Schmeltzer: "Ein sozialer Arbeitsmarkt ist daher zwingend nötig." Dieser könne über den Passiv-Aktiv-Transfer finanziert werden. Das bedeutet: Statt Regelbedarf und Kosten der Unterkunft zu finanzieren, können diese Leistungen als Zuschuss für eine bedarfsdeckende Beschäftigung eingesetzt werden. Also aktive Teilhabe statt passivem Empfang staatlicher Leistungen. Er werde sich hierfür in Berlin stark machen, sagte Schmeltzer bei der Vorstellung seiner Arbeitsschwerpunkte für dieses Jahr.

Am 4. März will er in einem Spitzentreffen zum Ausbildungskonsens darauf hinwirken, dass es mehr Anstrengungen auf regionaler Ebene gibt, Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Bislang seien noch immer zu viele junge Leute unversorgt. Jeder Jugendliche, der eine qualifizierte Ausbildung beginne und sie beende, sei ein Gewinn für die Gesellschaft. Umgekehrt werde "jeder Jugendliche, den wir zu spät erreichen, zur Hypothek".

Schmeltzer, der auch für Integrationsfragen zuständig ist, kündigte an, dass das Land in diesem Jahr rund 7,7 Millionen Euro für die direkte Unterstützung des Ehrenamtes ausgeben werde.

(hüw)
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