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Köln
OB-Wahlkampf: Köln soll digitale Hauptstadt werden

Oberbürgermeister-Wahl in Köln: Das sind die Kandidaten
Oberbürgermeister-Wahl in Köln: Das sind die Kandidaten FOTO: dpa, obe fdt
Köln. In Köln herrscht Oberbürgermeister-Wahlkampf - Versprechen haben also gerade Hochkonjunktur. Doch in einem sind sich die Spitzenkandidaten Henriette Reker (parteilos) und Jochen Ott (SPD) einig: Köln soll die digitale Hauptstadt Deutschlands werden. Wie das gehen soll, hat Jochen Ott nun erklärt. Digitalisierung müsse Chefsache werden, so der Landtagsabgeordnete. Dazu soll eine eigene Stabsstelle direkt in seinem Büro eingerichtet werden, die sich um die digitale Wirtschaft kümmert. In Gesprächskreisen wolle er sich zudem mit Gründern austauschen.

Außerdem will Ott mit Tel Aviv die erste digitale Städtepartnerschaft aufbauen - die israelische Hauptstadt gilt als eines der wichtigsten Gründerzentren der Welt. Diese Ideen zählen zum Fünf-Punkte-Plan, mit dem Ott die Stadt für die Digitalisierung fit machen will. Konkurrentin Henriette Reker, die von CDU, FDP und Grünen unterstützt wird, stellt sogar sieben Forderungen auf: Auch sie will eine Stelle speziell als Ansprechpartner für Start-ups einrichten, allerdings bei der Wirtschaftsförderung.

Außerdem schlägt die Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln ein "Bürokratiefreies Jahr" vor: Gründer sollen von der Wirtschaftsförderung beim Papierkram unterstützt werden. Köln gilt - auch aufgrund seiner traditionell starken Medienszene - als digitaler Vorreiter in NRW. Die Stadt ist genau wie Düsseldorf ein möglicher Standort für eines der Gründerzentren, die das NRW-Wirtschaftsministerium demnächst einrichten will.

(frin)
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