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Prognose
OECD: Weltwirtschaft wird weniger wachsen

OECD-Prognose: Weltwirtschaft wird weniger wachsen
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Paris. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) musste ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft nach unten korrigieren. Grund dafür ist vor allem die schwächelnde Wirtschaftsleistung in den Schwellenländer. Aber auch Deutschland ist betroffen.

Schwächelnde Schwellenländer veranlassen die OECD zur Korrektur ihrer Wachstumsprognosen. Weltweit soll die Ökonomie weniger zulegen. Auch in Deutschland wird das Wachstum geringer ausfallen.

Die OECD hat wegen der Flaute in wichtigen Schwellenländern ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft gesenkt. "Die globalen Wachstumsaussichten haben sich leicht abgeschwächt, und der Ausblick wird von wichtigen Unsicherheiten überschattet", sagte Catherine Mann, Chefvolkswirtin der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), am Mittwoch in Paris.

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Gegenüber ihrer Einschätzung vom Juni hat die OECD die Aussichten fast aller Länder für das kommende Jahr nach unten korrigiert. Das weltweite Wachstum soll 2016 bei 3,6 Prozent liegen (minus 0,2 Punkte). Für das laufende Jahr rechnet die OECD mit einem globalen Wachstum von 3,0 Prozent (minus 0,1).

Als Begründung für die trüberen Prognosen nannte die OECD einen "stagnierenden Welthandel" und "sich verschlechternde Bedingungen an den Finanzmärkten". Chefvolkswirtin Mann zeigte sich besorgt über die Geldpolitik in den USA. Die Schwellenländer haben nach ihrer Einschätzung Schwachstellen, die bei einem möglichen Anheben der Zinsen durch die US-Notenbank Fed offen zutage treten könnten.
Außerdem dürfte ein überraschend starkes Abflauen der Konjunktur in China die Schwellenländer schwächen.

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In Deutschland geht die OECD davon aus, dass die Wirtschaft an Schwung verliert. In diesem Jahr erwartet sie ein Wachstum von unverändert 1,6 Prozent und im kommenden Jahr von 2,0 Prozent (minus 0,4 Punkte verglichen mit der vorangegangenen Prognose).

Bei der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft komme China eine Schlüsselrolle zu, hieß es. Es gebe Hinweise, die auf eine schwächere konjunkturelle Entwicklung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hindeuten. In China rechnen die OECD-Experten im laufenden Jahr mit einem Wachstum von 6,7 Prozent und im kommenden Jahr nur noch mit 6,5 Prozent. Dagegen geht die Regierung in Peking für das laufende Jahr von einem Wachstum von 7,0 Prozent aus.

Besonders schlecht schätzt die OECD die Lage in Brasilien ein. Hier rechnet die Organisation 2015 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent. Deutlich positiver zeigte sich die OECD hingegen bei der Prognose der US-Wirtschaft. In der größten Volkswirtschaft der Welt rechnet die Organisation im laufenden Jahr mit einem Wachstum von 2,4 Prozent, nachdem sie im Juni nur von einem Wachstum von 2,0 Prozent ausgegangen war.

(dpa)
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