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London
Ölschwemme lässt Preise weiter rasant fallen

London. Der Ölpreis ist gestern wieder kräftig gefallen. Hintergrund seien die Sorgen wegen eines Überangebots, sagten Händler. Der Preis für US-Öl fiel um mehr als zwei Prozent unter die Marke von 28 Dollar je Barrel (rund 159 Liter) auf den tiefsten Stand seit September 2003. Öl der führenden Nordseesorte Brent verbilligte sich um mehr als zwei Prozent auf 28,18 Dollar je Fass. Zuletzt hatte die Internationale Energie-Agentur erklärt, dass vorerst kein Ende des Überangebots in Sicht sei. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) reagiert anders als früher nicht mit einer Drosselung der Förderung auf die geringe Nachfrage.

So wollen die traditionellen Ölförderländer ihre Marktanteile gegen aufstrebende Schiefergas-Produzenten in den USA verteidigen. Der Ölpreisverfall setzt auch dem Energieriesen Shell stark zu. Im Zuge der geplanten Übernahme des britischen Gasförderers BG sollen 2015 und 2016 rund 10.000 Stellen in beiden Unternehmen abgebaut werden, hieß es. Die Kosten sollen im laufenden Jahr um weitere drei Milliarden Dollar (2,75 Mrd. Euro) gesenkt werden.

(dpa/rtr)
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