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Duisburg
"Ohne Duisburg wäre Deutschland nicht Exportmeister"

Duisburg. Zum 300. Geburtstag des Duisburger Hafens sagte Verkehrsminister Dobrindt: Mehr Verkehr heißt mehr Wachstum. Von Carolin Skiba

Politiker und Gäste aus Wirtschaft und Kultur haben gestern Abend den 300. Geburtstag des Duisburger Hafens gefeiert. "Deutschland ist Exportweltmeister und Logistikweltmeister, dieser Erfolg wäre ohne den Duisburger Hafen nicht denkbar", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Do-brindt (CSU). "Die Entwicklung des Duisburger Hafens ist ein gutes Zeichen für NRW - ja, wir können Wandel und wir können Zukunft", sagte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

Keimzelle des Hafens ist der Duisburger Stadtteil Ruhrort. 1716 beschloss der Rat der damals noch eigenständigen Stadt Ruhrort, einen Hafen zu bauen. Auf den Schiffen, die damals unterwegs waren, wurde vor allem Kohle transportiert. 1828 eröffnete Franz Haniel hier eine Werft für den Bau von Dampfschiffen. 1848 wurde der Hafen an das Eisenbahnnetz angebunden. Transportmittel und Logistik haben sich seither geändert, das Prinzip bleibt: Schiffe bringen Waren (per Container), die (per Zug oder Lastwagen) weiter transportiert oder im Hafen zwischengelagert werden.

Im Laufe der Zeit ist der Hafen immer weiter gewachsen. In Duisburg-Rheinhausen, wo bis in die 90er Jahre das Hüttenwerk von Krupp stand, liegt heute das Container-Terminal Logport 1. Nach der lange und hart umkämpften Schließung des Werks hatte die Hafengesellschaft das Gelände gekauft, 2002 wurde hier das erste Containerterminal eröffnet. Seitdem haben sich viele Logistikunternehmen angesiedelt. Ein Beispiel, wie Strukturwandel funktionieren kann: Heute ist Duisburg der größte Binnenhafen der Welt und ein wichtiger Arbeitgeber in der Krisen-Region. Er selbst hat 1000 Beschäftigte, aber vor allem viele Logistikfirmen, Speditionen und Zulieferer angezogen. 45.000 Jobs sind direkt oder indirekt vom Hafen abhängig. Das ist jede achte Stelle in Duisburg. Dobrindt: "Es gibt einen unauflösbaren Zusammenhang zwischen zwischen Verkehrs- und Wirtschaftswachstum." Investitionen in die Infrastruktur seien zeitgemäß, das gelte insbesondere für die Binnenschifffahrt, die wettbewerbsfähig und nachhaltig sei.

Heute hat der Binnenhafen, dessen Markenname "Duisport" ist, 21 Hafenbecken, 200 Kilometer Gleise und acht Containerterminals. Die Duisburger Hafen AG gehört zu zwei Dritteln dem Land und zu einem Drittel der Stadt Duisburg. "In all den 300 Jahren hat der Hafen keinen Rost angesetzt. Wir haben viel geschafft, aber der Weg ist noch lange nicht zu Ende", sagt Hafen-Chef Erich Staake.

Quelle: RP
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