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Algier
Opec-Einigung treibt Ölpreis nur kurz nach oben

Algier. Müssen sich Verbraucher auf steigende Benzin- und Heizölpreise einstellen? Geht es nach der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), könnte Rohöl mittelfristig teurer werden. Das Kartell hat sich nach langem Ringen auf eine Obergrenze bei der Förderung geeinigt. Das Kalkül: Wird weniger gepumpt, sinkt das Angebot und die Preise steigen. Rohstoffexperten glauben aber nicht daran und verweisen auf die mangelnde Disziplin der 14 Opec-Mitglieder, auf eine schwache Nachfrage wegen der mauen Weltkonjunktur und auf die anderen großen Akteure am Markt wie Russland und die USA.

Die zerstrittene Opec hatte am Vortag überraschend eine Beschränkung des täglichen Produktionsvolumens beschlossen. Die Entscheidung bedeutet eine Absenkung der Produktion um fast 750.000 Barrel täglich gegenüber dem August. Die Ölpreise zogen sofort um über sechs Prozent an. Allerdings ging es bis gestern Abend schon wieder leicht nach unten. Zuletzt kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 48,52 Dollar.

(dpa)
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