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Rüsselsheim
Opel beantragt nach Brexit Kurzarbeit in Deutschland

Rüsselsheim. Die Folgen der britischen Brexit-Entscheidung machen dem Autobauer Opel schwer zu schaffen. Wegen der schwachen Nachfrage auf der Insel plant das Unternehmen für die Werke in Rüsselsheim und Eisenach Kurzarbeit ein. Dort werden die Modelle Insignia und Corsa für den britischen Markt gefertigt, wo Opel über die Schwestermarke Vauxhall so viele Autos verkauft wie sonst nirgendwo in Europa. Ein Opel-Sprecher bestätigte einen Bericht des "Spiegel", nicht aber die dort genannte Zahl von 28 Tagen Kurzarbeit bis Jahresende für Rüsselsheim.

Bereits bei der Präsentation der Halbjahreszahlen mit der lange erwarteten Rückkehr in die Gewinnzone hatte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann vor negativen Folgen des Brexit gewarnt und die Risiken auf bis zu 400 Millionen Dollar (umgerechnet rund 363 Millionen Euro) bis zum Jahresende beziffert. Zwar baut die General-Motors-Tochter auch in England Autos. Die Wertschöpfung für den dort montierten Astra finde aber zu mehr als 80 Prozent auf dem Kontinent statt, so dass auch diese Produktionskosten stiegen.

(dpa)
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