| 12.48 Uhr

"Ping-Calls"
Netzagentur stoppt Abzocke mit teuren Handy-Rückrufen

"Ping-Calls": Netzagentur stoppt Abzocke mit teuren Handy-Rückrufen
FOTO: Shutterstock/ Robert Kneschke
Bonn. Die Bundesnetzagentur stoppt eine Abzocke-Masche mit teuren Rückrufen über das Handy. Spätestens zum 15. Januar 2018 müsse bei solchen sogenannten "Ping-Anrufen" für bestimmte internationale Vorwahlen eine kostenlose Preisansage geschaltet werden.

Das kündigte der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann am Montag in Bonn an. "Damit machen wir das rechtswidrige Geschäftsmodell wirtschaftlich unattraktiv." Verbraucher könnten nach der Warnung vor hohen Kosten für den Rückruf noch auflegen, ohne dass Kosten anfielen.

Die Masche beruht darauf, dass internationale Vorwahlen aus weit entfernten Ländern leicht mit deutschen Vorwahlen verwechselt werden können. So ähnelt die Vorwahl von Madagaskar 00261 der Koblenzer Vorwahl 0261 und die Vorwahl Liberias 00231 der Vorwahl Dortmunds 0231.

Verpassen Sie keine Nachrichten aus der Region: Wir schicken Ihnen eine Übersicht per WhatsApp. Melden Sie sich jetzt an!

Bei den Ping-Calls werde aus dem Ausland kurz angerufen, um einen Rückruf zu provozieren. Ruft der Verbraucher zurück, wird er absichtlich mit schwer verständlichen Bandansagen in der Leitung gehalten - die Anrufe kosten häufig mehrere Euro pro Minute.

(felt/dpa)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

"Ping-Calls": Netzagentur stoppt Abzocke mit teuren Handy-Rückrufen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.