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Frankfurt/Main
Pleite der Hypo Alpe Adria landet vor dem EuGH

Frankfurt/Main. Die Gläubiger der einstigen österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria müssen weiter auf ein wegweisendes Urteil warten. Das Frankfurter Landgericht schaltete den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Klärung europarechtlicher Fragen ein und legt bis zu dessen Entscheidung das Frankfurter Verfahren auf Eis. Die FMS Wertmanagement, die "Bad Bank" des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE/München), klagt auf Rückzahlung einer Anleihe nach deutschem Recht in Höhe von 200 Millionen Euro plus Zinsen (Az.

: 2-12 O 114/15). Die Hypo-Alpe-Abwicklungsanstalt Heta verweigert dies mit Hinweis auf einen von Österreich verfügten Zahlungsstopp. Die Regierung in Wien hatte zum 1. März 2015 beschlossen, die Heta abzuwickeln und Schuldenzahlungen zu stoppen. Damit griffen Bürgschaften des Bundeslandes Kärnten nicht mehr. Welche Auswirkungen die Entscheidung auf den Prozess der NRW.Bank gegen die Hypo Alpe Adria hat, sei noch nicht abschätzbar, sagte eine Sprecherin.

(dpa/frin)
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