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Lissabon/Berlin
Portugal hat wieder Probleme - will aber kein Hilfspaket

Lissabon/Berlin. Mit einer Warnung vor einer möglichen Verschlechterung der Finanzlage in Portugal hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für Aufregung in Lissabon gesorgt. Auf einer Diskussionsveranstaltung in Berlin hatte der Minister die portugiesische Regierung davor gewarnt, dass das Land bei einem Verstoß gegen die Euro-Regeln das Risiko eingehe, ein neues Hilfsprogramm zu benötigen. Das portugiesische Finanzministerium betonte, Lissabon werde ein Hilfsprogramm in keiner Weise in Erwägung ziehen.

Die Regierung arbeite daran, die Vorgaben der EU zur Verringerung des Haushaltsdefizits zu erfüllen. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) steuert Portugal wieder auf größere Probleme zu. "Das Tempo der wirtschaftlichen Erholung hat sich seit Mitte 2015 verlangsamt", urteilte der IWF. Portugal war 2011 mit Krediten von 78 Milliarden Euro von der EU vor einer Staatspleite bewahrt worden. Das Hilfsprogramm endete 2014.

(dpa)
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