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Start im Rheinland
Privatpersonen können mit Drivy ihr Auto vermieten

Start im Rheinland: Privatpersonen können mit Drivy ihr Auto vermieten
Privates Carsharing: Autobesitzer sollen über Drivy ihr Fahrzeug vermieten können. FOTO: Drivy
Düsseldorf. Mit dem Start-up Drivy können Privatpersonen ihr Auto an andere Menschen vermieten. In Hamburg, Berlin und München ist das Unternehmen bereits aktiv. Nun kommen Köln, Bonn, Düsseldorf und das Ruhrgebiet als weitere Standorte hinzu. Von Florian Rinke

Ein Ausflug ins Grüne, der Großeinkauf bei Ikea oder ein Wochenende am Meer - ohne Auto wird das schwer. Bislang blieb als Ausweg oft nur der Weg zum Autoverleih, zu Sixt, Europcar oder einem anderen Anbieter. Das will ein Start-up ändern: Günstiger, näher und persönlicher will Drivy sein. Die Idee: Privatpersonen sollen ihre Autos mit anderen gegen eine Gebühr teilen. Wer ein Auto sucht, kann per App nach dem nächsten Fahrzeug in der Nähe suchen.

An heutigen Donnerstag startet der Dienst in Köln und Bonn, ab Dienstag ist Drivy auch in Düsseldorf, Dortmund, Essen, Duisburg und Gelsenkirchen verfügbar. "Wir wollen so schnell wie möglich in jedem Dorf vertreten sein", sagt Gero Graf, Ex-Google-Manager und Leiter des Deutschlandgeschäfts. Dazu kooperiert Drivy mit dem Versicherer Allianz, über den das Fahrzeug während der Fahrt abgesichert ist.

Anders als bei Carsharing-Anbietern wie Car2Go müssen Drivy-Fahrzeuge mindestens einen halben Tag ausgeliehen werden. Pro Tag zahlen Kunden im Durchschnitt 25 bis 30 Euro, der Schlüsselaustausch erfolgt bei einer persönlichen Übergabe. "Unsere Zielgruppe sind eher Leute, die zum Beispiel für ein Wochenende ein Auto suchen oder es ohne Zeitdruck einen Tag nutzen wollen", sagt Graf. In Frankreich läge die Leihdauer im Schnitt bei zwei bis drei Tagen.

Dort entstand Drivy 2010. Heute hat der Dienst hier 500 000 Nutzer und bietet 20 000 Fahrzeuge an. Zum Vergleich: In München, Hamburg und Berlin, wo es Drivy bereits gibt, liegt die Zahl der Mietstationen zwischen 30 und 150. Das soll sich aus Sicht von Gero Graf schnell ändern: Ein Prozent der Autobesitzer wolle man pro Stadt zunächst überzeugen. "Sie können damit ihr Auto refinanzieren." Denn neben der Anschaffung fielen schließlich Kosten für den Tüv, Steuern und Versicherungen an. "Das Auto ist nach der Wohnung der teuerste Gegenstand im privaten Besitz, wird aber oft nur wenige Minuten am Tag genutzt."

Quelle: RP
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