kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama frau mit Quelle-Katalog DDP
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

Trotz finanzieller Unsicherheit: Quelle liefert die ersten Kataloge aus

zuletzt aktualisiert: 26.06.2009 - 21:06

Berlin/München (RPO). Das angeschlagene Versandhaus Quelle hat am Freitag die ersten Kataloge ausgeliefert, obwohl der dringend benötigte Massekredit noch nicht genehmigt ist. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück forderte weitere Unterlagen an, um den Kreditantrag des Unternehmens zu prüfen.

Bayern überließ dem Bund als zusätzliche Sicherheit den ersten Zugriff auf die Insolvenzmasse. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mahnte Steinbrück, dass er "jetzt nicht Wahlkampf macht, sondern an die Betroffenen denkt". Quelle-Gesamtbetriebsratschef Ernst Sindel forderte ein Machtwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Das mit dem Katalogdruck beauftragte Unternehmen Prinovis erklärte am Abend, mit der Entscheidung zur Katalogauslieferung wolle man Quelle unterstützen. Außerdem vertraue man auf den politischen Willen des Freistaates Bayern und der Bundesrepublik Deutschland, alles daran zu setzen, den Massekredit für Quelle zu genehmigen, erklärte Winfried Marquardt, Geschäftsführer von Prinovis Nürnberg. Man behalte sich aber vor, die Auslieferung kurzfristig auszusetzen.

Ohne den dringend benötigten Bund-Länder-Kredit von 50 Millionen Euro droht Quelle möglicherweise schon in Kürze die Einstellung des Geschäfts. Gesamtbetriebsratschef Sindel kritisierte im Deutschlandradio Kultur: "Da gehen alle in Vorlage, nur unser Finanzminister nicht." Steinbrück wolle Bayern wohl zeigen, wer das Sagen habe. Der Rettungsplan sieht vor, dass der Bund 25 Millionen, Bayern 21 Millionen und Sachsen 4 Millionen Euro geben.

Bund bekommt größte Sicherheit

Steinbrück sagte, von Quelle lägen noch keine ausreichenden Sicherheiten vor. Außerdem müssten Bayern und Sachsen zustimmen, dass die bundeseigene KfW im Fall einer Quelle-Pleite den ersten Zugriff auf die Sicherheiten erhalte. "Dafür muss Herr zu Guttenberg gegenüber seinem Parteichef, dem Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, Herrn Seehofer, jetzt endlich sorgen", forderte Steinbrück. Bayern erklärte sich daraufhin einverstanden, dem Bund den Vorrang zu überlassen. Allerdings sei dieser Umgang mit den Ländern "absolut unüblich" und "unfair", erklärten Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) und Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP).

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt warf Steinbrück "ein unerträgliches und durchsichtiges Wahlkampfgeplänkel auf Kosten der Mitarbeiter von Quelle" vor. "Dass es jetzt am vergleichbar kleinen Engagement des Bundesfinanzministeriums hängt, ist ein Armutszeugnis für den SPD-Minister", sagte er.

"Furchtbarer Nervenkrieg"

Quelle-Sprecher Manfred Gawlas sagte: "Das ist ein furchtbarer Nervenkrieg." Bei einem positiven Signal könnte der ins Stocken gekommene Geschäftsbetrieb sofort wieder aufgenommen werden: "Das wäre wie eine Schleuse, die sich öffnet."

Betriebsratschef Sindel sagte, in den letzten zwei Tagen sei eine zunehmende Verunsicherung der Kunden spürbar. Bestellte Waren würden aber ausgeliefert, betonte er.

Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg sagte in Berlin, wenn Quelle die notwendigen Sicherheiten bereitstelle und der Bund als Gläubiger vor Bayern und Sachsen zum Zuge komme, "kann es sehr schnell gehen."

Quelle: AP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Studie

Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Viele Unternehmen können oder wollen mit dem rasanten technischen Fortschritt nicht mithalten. Weil die Mitarbeiter von zu Hause aber Rechne ... mehr 

Drei Millionen Dollar Strafe für BMW

Zu späte Informationen über Rückrufe

Drei Millionen Dollar Strafe für BMW

Wegen zu später Information der Behörden über Rückrufe in den USA muss BMW drei Millionen Dollar Strafe zahlen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Zu späte Informationen über Rückrufe

Drei Millionen Dollar Strafe für BMW

Nach Konkurs der Wall-Street-Firma

MF Global fehlte mehr Geld als angenommen

Korrekte Jahresabrechnung notwendig

Fiskus hilft Mietern bei Nebenkosten

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Top-Services

Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
 
Politik-Nachrichten
Ramsauers Personalpolitik in der Kritik

Bundesverkehrsminister Ramsauer:

Keinen Freibrief für Raser

Bundesverkehrsminister Ramsauer äußerte sich zu den Vorwürfen im Zuge der geplanten Reform der Verkehrssünderdatei. mehr

 
Mahmud Ahmadinedschad Urananreicherung Atomgespräche 2012

Jahrestags der Islamischen Revolution

Ahmadinedschad und die Atomtechnik

Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat eine Erklärung zu neuen Erfolgen seines Landes in der Atomtechnik angekündigt. mehr

 

Gewalt in Syrien

General in Damaskus ermordet

 

Kabinett billigt Sparpaket

Ausnahmezustand in Griechenland

 

Haushaltsjahr 2013

Obama plant mit neuen Schulden

 
 

Gesundheitsminister Bahr im Interview

Rückzahlung für Millionen Versicherte ?

 
Strom-Rechner

 kWh
vergleichen