kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Arbeitskraft das wichtigste Kapital: Berufsunfähigkeit absichern

VON JÜRGEN GAULKE - zuletzt aktualisiert: 22.02.2007 - 12:05

Düsseldorf (RP). Wer bereits ein Vermögen hat, weiß was wichtiger ist: Rendite oder Sicherheit. Oberstes Ziel ist die Absicherung des Erreichten. Das gilt auch für das wichtigste Kapital des Normalbürgers: seine Arbeitskraft.

Wer nach dem 2. Januar 1961 geboren wurde, braucht eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch tatsächlich haben bisher nur wenige Bundesbürger eine angemessene Police abgeschlossen.

Dennoch ist der Trend positiv: Die ehemals ungeliebte Versicherung gegen Berufsunfähigkeit (BU) mausert sich von einer reinen Zusatzversicherung zu einem eigenständigen Produkt. Die Zahl der selbständigen BU-Policen geht mittlerweile bereits in den Millionenbereich. Grund für die Zunahme der Verträge ist die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung im Januar 2001.

Für Jahrgänge ab 1961

Durch sie wurde die Absicherung der Jahrgänge ab 1961 gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit deutlich reduziert. Die volle Erwerbsminderungsrente - etwa 34 Prozent des letzten Bruttoeinkommens - wird für diese Altersgruppe nur noch gezahlt, wenn der Betroffene weniger als drei Stunden täglich einer Beschäftigung nachgehen kann.

Wer durch Krankheit seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, muss in der gesetzlichen Versicherung jetzt eine nahezu unbegrenzte „Verweisung“ auf andere Berufe hinnehmen. Qualifizierte Sachbearbeiter, Ingenieure oder Ärzte müssen also im Zweifel als Pförtner oder Telefonist arbeiten, wenn ihre „verbliebene Restarbeitsfähigkeit“ dazu reicht. Wer drei bis sechs Stunden arbeiten kann, erhält nur noch die halbe Erwerbsminderungsrente, rund 17 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Die Einschnitte sind drastisch, gerade weil das BU-Risiko groß ist. Statistisch gesehen wird jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte vor dem Rentenalter berufs- oder erwerbsunfähig, in 90 Prozent der Fälle wegen Krankheit.

Schutz ist teuer

Der Versicherungsschutz ist jedoch teuer, deshalb verkaufen sich die Policen auch noch nicht so gut. Nach einer Faustregel sollten 75 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens abgesichert sein. Schon ein typischer 30 Jahre alter kaufmännischer Angestellter im Innendienst zahlt für eine solche BU-Rente von 1000 Euro im Monat bei einer Laufzeit von 30 Jahren zwischen 40 und 85 Euro monatlich. In schadenträchtigeren Berufen wie dem Bäckerhandwerk werden sogar Summen zwischen 90 und 250 Euro fällig.

Es gibt aber Auswege, die die Prämien deutlich senken können. So kann die Dauer des Versicherungsschutz begrenzt werden. Dann gilt der BU-Schutz vor allem in den jüngeren Jahren, in denen meist noch wenig Rücklagen vorhanden sind oder die Kindererziehung die Kasse belastet. Wer beispielsweise einen BU-Schutz bis zum 50. Lebensjahr vereinbart, spart bis zu 40 Prozent des Beitrages.


 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Startkapital für Kleinstunternehmer

Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Mikrokredite, ein erfolgreiches Finanzierungssystem aus Ländern der Dritten Welt, sollen auch in Deutschland Abhilfe schaffen. Die ersten Er ... mehr 

Berufungsprozess gegen Skandalbanker Kerviel

Skandalbanker

Berufungsprozess gegen Kerviel

Vor einem Pariser Berufungsgericht hat am Montag der Berufungsprozess gegen den Skandalbanker Jérôme Kerviel begonnen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Startkapital für Kleinstunternehmer

Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Erstmals seit Anfang Januar

Dax stürzt unter 6000 Punkte

Gründer verweigerte Hilfen

Vorwürfe gegen Familie Schlecker

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Mehr als 140 Tote bei Fluzeugabsturz in Nigeria

Bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend in Nigeria sind vermutlich alle 147 Passagiere ums Leben gekommen. Auch am Boden gab es Opfer. mehr 

THEMEN RATGEBER
Bilderserien Ratgeber
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament mehr 
 
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
mehr 
Wie Sie hausgemachte Speisen im Restaurant erkennen
Wie Sie hausgemachte Speisen im Restaurant erkennen
Wie Sie hausgemachte Speisen im Restaurant erkennen
mehr 
Facebook in Zahlen
Facebook in Zahlen
Wäre Facebook ein Land, wäre es das bevölkerungsreichste nach China (1 ..
mehr 
Pflegekosten: Das sollten Sie wissen
Pflegekosten: Das sollten Sie wissen
Am besten ist es, wenn die eigenen Eltern bis ..
mehr 
Elternpflege  - So werden Sie unterstützt
Elternpflege - So werden Sie unterstützt
Pflegeunterstützung im Überblick
mehr 
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
mehr 
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
mehr 
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
mehr 
 
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Weitere Ratgeber-Themen

Startkapital für Kleinstunternehmer

Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Mikrokredite, ein erfolgreiches Finanzierungssystem aus Ländern der Dritten Welt, sollen auch in Deutschland Abhilfe schaffen. Die ersten Erfahrungen von Unternehmern machen Mut. VON KLAUS KRAUSE  mehr

 

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

 

Bundeskabinett will Mietrechtsreform

Mieterbund befürchtet Klagewelle

 
 
 

Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt

Pfändung - Rechte und Pflichten von Schuldnern

 
 

Nützliche Tipps für Sparer

Immobilien im Boom

Top-Services