Qualität ist entscheidend: Bettdecken: Kuschelig warm und gemütlich
zuletzt aktualisiert: 26.10.2004 - 10:57Berlin (rpo). Wenn es draußen stürmt und regnet, möchte man sich manchmal die Bettdecke bis über beide Ohren ziehen und die Welt vergessen. Doch in den Bettdecken sind nicht mehr nur kuschelig weiche Daunen, High-Tech-Materialien haben längst im Bett Einzug gehalten. Entscheidend sollte aber in jedem Fall die Qualität sein.
Worunter es sich besser schläft, lässt sich so allgemein nicht feststellen. "Das ist individuell verschieden worunter Sie sich wohl fühlen", bestätigt die Geschäftsführerin des Verbands der Deutschen Daunen- und Federnindustrie (VDFI), Juliane Hedderich. Fakt ist, dass die Qualität der Bettdecke über den Schlafkomfort entscheidet.
Doch die beste Decke nützt wenig, wenn sie nicht auf die Bedürfnisse und Vorlieben ihres Nutzers abgestimmt ist. Und die sind je nach Alter, Geschlecht und bevorzugter Schlafzimmertemperatur unterschiedlich. Generell gilt, dass Frauen meist ein höheres Wärmebedürfnis haben als Männer. Dagegen ist es bei Kindern aufgrund ihres hohen Stoffwechselumsatzes vergleichsweise gering.
Wer klassische, mit Federn und Daunen gefüllte Bettdecken bevorzugt, kann das ruhigen Gewissens tun. "Federn und Daunen sind für alle Menschen geeignet - also auch für Hausstaubmilbenallergiker", weiß Hedderich. Dies bestätigen neue Studien und Testergebnisse, die der weit verbreiteten Meinung widersprechen, synthetische Decken seien für Allergiker besser. Und noch ein Vorurteil ist längst überholt: Daunen und Federn sind keineswegs "wasserscheu" und moderne Decken daher ebenso waschbar wie die mit synthetischen Materialien gefüllte.
Lüften ist wichtig
"Federn- und Daunendecken sind umweltfreundlich, recyclingfähig, nehmen die Körperfeuchtigkeit gut auf und bieten bei wenig Gewicht eine gute Isolierfähigkeit", zählt die VDFI-Geschäftsführerin weitere Vorteile auf. Damit das so bleibt, gilt "immer lüften, lüften, lüften". Aber Hände weg von Staubsauger und Teppichklopfer: Wer damit seine Decke bearbeitet, macht sie kaputt, da die Federn dem Druck nicht gewachsen sind und brechen, warnt die Expertin.
Für synthetische Füllungen sprechen wiederum ihre hervorragenden Produkteigenschaften und ihre im Vergleich zu Naturmaterialen meist niedrigeren Anschaffungskosten. Sie sind "außerordentlich pflegeleicht, sehr gut waschbar" und "die Produkteigenschaften sind auch nach zahlreichen Wäschen noch vorhanden".
Dagegen können mit Tierhaaren gefüllte Decken in der Regel nicht einfach in die Waschmaschine gesteckt werden, wie der Geschäftsführer des Verbands deutscher Bettenfachgeschäfte, Axel Augustin, weiß. Für die Schafschurwoll-, Kaschmir-, Lama- und Kamelhaardecken spricht aber ihre Fähigkeit, Wärme zu speichern, ohne so füllig und bauschig wie etwa mit Daunen oder Federn gefüllte Decken zu sein. Zudem regulieren sie Feuchtigkeit gut und leiten diese rasch vom Körper weg.
Bei Bettwaren differenzieren
Vergleichweise wenig Volumen haben auch Naturfaser-Decken aus Baumwolle oder Wildseide. "Frostbeulen" sind damit aber keineswegs gut beraten, denn ihr Wärmerückhaltvermögen ist tendenziell geringer als das anderer Decken. Dafür sind sie in lauen Sommernächten ideal. "So, wie wir unsere Kleidung ganz selbstverständlich den spezifischen Temperaturen in Sommer und Winter anpassen, sollten wir auch bei der Auswahl unserer Bettwaren differenzieren", rät der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie (VDHI). Ein und dieselbe Decke ist daher nur empfehlenswert, wenn die Schlafzimmertemperatur das ganze Jahr über konstant ist.
Und noch ein Tipp sollte beim Kauf einer neuen Decke beachtet werden: Als Faustregel gilt, dass die Decke immer rund 20 Zentimeter länger sein sollte als die Körpergröße ihres Besitzers. Denn das kuscheligste Oberbett hilft wenig, wenn es nicht über die Zehen reicht.
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