Sanfte Alternativen beim Pflanzenschutz: Blühende Wunder im Garten auch ohne Chemie
zuletzt aktualisiert: 29.03.2004 - 12:30Berlin (rpo). Allerorten wird im Frühjahr in den Gärten gearbeitet, um im Sommer blühende Wunder bestaunen zu können. Doch beim Säen und Pflanzen sollten Hobbygärtner auch an die Umwelt denken und schonend mit Böden und Pflanzen umgehen.
Eine Broschüre der Verbraucher Initiative bietet Gartenfreunden Informationen rund um den Biogarten, dessen Geheimnis seine natürliche Vielfalt ist.
"Biologisch gärtnern heißt, die natürlichen Stoff- und Energieströme im Ökosystem Garten optimal zu nutzen", erklärt dazu Ralf Schmidt-Pleschka, Umweltreferent der Verbraucher Initiative. Dabei würden nicht nur einzelne Pflanzen aufgepäppelt, sondern es werde im Ganzen gedacht. In der Praxis bedeute das, den Boden zu schonen und mit organischen Düngern anzureichern, am besten mit eigenem Kompost.
Beim Pflanzenschutz setzen Biogärtner auf so genannte Nützlinge und sanfte Alternativen. So frisst ein Marienkäfer nach Angaben des Experten täglich bis zu 60 Blattläuse. Ein Spatzenpaar vertilge im Sommer Schadinsekten, die einen ganzen Eimer füllen würden. So helfe auch die "Auswahl guter Nachbarn", Schädlinge und Krankheiten fern zu halten. Knoblauch wirke unter Erdbeeren und Rosen beispielsweise gegen Pilzbefall. Und wenn gespritzt werden müsse, gebe es im Biogarten sanfte Mittel wie Schmierseife, Pflanzenjauchen und Schneckenfallen.
Die Broschüre "Biologisch gärtnern" beinhalte dazu nützliche Tipps, so zur Anlage von Hügeln, Hochbeeten und Kräuterspiralen, auf denen Pflanzen besonders gut gedeihen. Auch zu Totholzhaufen, Teichen und Versickerungsflächen als naturnahe Lebensräume für attraktive Pflanzen gibt es Informationen. Die Broschüre kann gegen Einsendung von 2,60 Euro bei der Verbraucher Initiative, Eisenstraße 106, 12435 Berlin, oder online bestellt werden.
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