Stiftung Warentest: Das bieten kostenlose Girokonten
zuletzt aktualisiert: 16.06.2010 - 11:13Düsseldorf (RP). Die Stiftung Warentest hat 73 Kreditinstitute befragt. Das Ergebnis: 51 Banken bieten ihren Kunden zwar eine Variante für ein kostenloses Girokonto an. Aber nur in 21 Fällen gilt das ohne Wenn und Aber.
Kostenlos ist nicht kostenlos – das ist das einfache Fazit aus einer Untersuchung der von der Stiftung Warentest herausgegebenen Zeitschrift "Finanztest". Zwar erweckt die Werbung vieler Geldhäuser den Anschein, jeder Kunde könne ein Konto eröffnen, für das er nichts zahlen muss. In Wirklichkeit ist ein solches Angebot aber in vielen Fällen an Bedingungen geknüpft. Erfüllt der Kunde diese Konditionen nicht, wird er dann doch zur Kasse gebeten.
"Finanztest" hat 73 Banken befragt. Das Ergebnis dieser Untersuchung: 51 Unternehmen machten ein kostenloses Angebot, aber nur bei 21 galt die Offerte ohne Wenn und Aber. Und nur noch acht blieben übrig, wenn man zum kostenlosen Girkonto auch noch eine Kreditkarte haben will, die nichts kostet. Zu den Bedingungen, die häufig gestellt werden, gehören ein regelmäßiger Geldeingang auf dem Konto oder ein Sparplan, mit dem der Kunde regelmäßig einzahlt.. In einigen Fällen gilt die Kostenfreiheit auch nur bis zu einer bestimmten Zahl von Kontobewegungen. Liegt die Zahl der Buchungen darüber, wird dann doch eine Kontoführungsgebühr fällig. Das sollten Bankkunden bei der Wahl eines Girokontos mitbedenken.
Häufig sind es Direktbanken, die Kostenlos-Angebote machen. In solchen Fällen sollten Interessenten darauf achten, dass das Onlinebanking-Verfahren so sicher wie möglich ist. Wer allerdings im Umgang mit einem Computer unsicher ist, sollte andere Kriterien zur Grundlage seiner Entscheidung machen. Eine gute Beratung durch einen Mitarbeiter der Bank beispielsweise kann auch bares Geld wert sein – mitunter mehr als das, was man durch ein kostenloses Girokonto spart.
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