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Private Rentenversicherung: Garantie für das Alter

VON UWE SCHMIDT-KASPAREK - zuletzt aktualisiert: 16.01.2006 - 10:27

Düsseldorf (RP). Wer bei seiner Altersvorsorge mehr auf Sicherheit als auf Rendite setzt, ist mit einer privaten Rentenversicherung womöglich gut beraten. Sie wissen nämlich schon heute, auf welche garantierte Rente sie sich verlassen können, wenn sie ihren 85. Geburtstag feiern. Aber auch hier sollte man die Angebote genau vergleichen

Wer noch in diesem Jahr eine private Rentenversicherung abschließt, der erhält immerhin einen Garantiezins von 2,75 Prozent. Im nächsten Jahr wird die Garantie noch mehr in den Keller gehen. Möglicherweise sogar auf zwei Prozent. „Die Experten der Lebensversicherer haben eine Absenkung auf 2,25 Prozent vorgeschlagen, während die Aufsichtbehörde in Bonn lieber zwei Prozent sehen würde“, erläutert Stephan Gelhausen, Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin. Nun muss das Bundeswirtschaftsministerium entscheiden. Sicher bleibt, dass die Garantieverzinsung nach unten geht. Kunden, die eine private Rentenversicherung favorisieren, sollten die Police daher im Laufe des Jahres 2006 unter Dach und Fach bringen.

Wichtig ist die richtige Wahl der Renten-Garantiezeit. Das ist der Zeitraum, den der Versicherer als Rente auszahlt, auch wenn der Empfänger vor Ablauf dieser Zeit verstirbt. „Ich rate zu einer Renten-Garantiezeit von fünf Jahren“, sagt Helge Süss, Vorstand beim Anlaysehaus Fss-online AG aus Flörsheim. Denn nur mit einer Garantiezeit seien die Versicherer bereit, den Kunden noch drei Monate vor dem Beginn der lebenslangen Rente auch eine Kapitalauszahlung wählen zu lassen. Ohne Garantiezeit müsste diese Option schon drei oder sogar fünf Jahre vor Rentenbeginn ausgeübt werden. Wer dann Rente wählt und doch plötzlich verstirbt, hat von seiner Rentenversicherung wenig und auch die Erben gehen leer aus. Die Kapitalauszahlung muss aber ab dem 60. Lebensjahr zur Hälfte versteuert werden.

Anders sieht das bei der Rente aus. Private Rentenversicherungen haben gegenüber Betriebs-, Riester- oder Rürup-Renten den Vorteil, dass sie später besonders günstig besteuert werden. Hier gilt die Besteuerung nach dem Ertragsanteil. Die Sätze wurden Anfang 2005 deutlich nach unten gefahren. Wer beispielsweise mit 65 in Rente geht, musste bisher 27 Prozent seiner Einkünfte versteuern, nun sind es nur noch 18 Prozent.

Überschüsse sind wichtig

Bei einem guten Versicherer kann man sich mit einem Beitrag von 1200 Euro im Jahr, der 35 Jahre lang bis zum 65. Geburtstag gezahlt wird, eine garantierte Kapitalabfindung von 67.492 Euro oder eine garantierte lebenslange Monatsrente von 277 Euro sichern. Frauen bekämen wegen ihrer längeren Lebenserwartung nur 257 Euro. Die tatsächliche Zahlung dürfte aber höher ausfallen. Denn die Garantie-Rente wird mittels Zinsen aufgebessert, die der Versicherer mit Anlagen am Kapitalmarkt erzielt. In der Beispielsrechnung prognostiziert der Direktversicherer Cosmos aus Aachen ein Gesamtkapital von über 117.000 Euro. Trifft diese Hochrechnung ein, dann dürfte sich die gezahlte Rente fast verdoppeln.

Kostengünstige Unternehmen schneiden bei der Garantieverzinsung meist besser ab. Doch auch die Überschüsse sind wichtig. „Der beste Rentenversicherer ist jener, der in den nächsten 35 Jahren die höchsten Überschüsse dem Kunden gutschreibt“, sagt Manfred Poweleit, Herausgeber des renommierten Bewertungsorgans „Map-Report“. Leider wisse niemand, so Poweleit, welcher Versicherer künftig am besten wirtschafte.

Bleibt also nur der Blick in die Vergangenheit. Assekuranzen, die früher besonders gut abgeschnitten haben, hat Poweleit in seinem „Map-Report“ mit der Bestnote „mmm“ gleich „hervorragend“ bewertet. An diesem Rating sollten sich die Kunden orientieren. Bei diesen Unternehmen ist die Chance am größten, dass sie auch in der Zukunft überproportional abschneiden werden.

Quelle: Rheinische Post

 
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