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Gute Zulage mit Mini-Job holen: Riestern für Schüler

VON ROLF WINKEL - zuletzt aktualisiert: 21.12.2009 - 08:52

Düsseldorf (RP). Schüler können doch noch gar nicht per Riester-Vertrag fürs Alter vorsorgen, denken die meisten. Doch es kann funktionieren. Der Trick lautet dabei: "Minijob mit Aufstockung".

In einer PISA-Befragung gaben 37 Prozent der 15-jährigen Schüler an, dass sie einen Nebenjob hatten oder Nachhilfe gaben. Dabei arbeiteten 15 Prozent aller Schüler fünf oder mehr Stunden in der Woche. Das wirkt sich meist nicht nur für ihr Taschengeld positiv aus: "Lerneffekte und Kompetenzerwerb" bringe ein Schülerjob, heißt es im 12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung. Und: Wenn es richtig gemacht wird, kann so ein Job sogar zur ersten Altersvorsorge verhelfen.

Das geht so:

Der Job der Schüler muss ein angemeldeter Minijob sein. Erlaubt sind für 13-Jährige zwei Stunden Arbeit pro Tag. Ältere dürfen– vor allem in den Schulferien – etwas länger arbeiten. Minijobs sind für den Jobber sozialversicherungsfrei – und damit auch nicht rentenversicherungspflichtig. Damit ein Schüler – oder ein anderer Jobber– einen Riester-Vertrag abschließen kann, muss er seinem Arbeitgeber gegenüber auf die Rentenversicherungsfreiheit des Minijobs verzichten und geringe Rentenbeiträge zahlen. 7,60 Euro pro Monat wären das beispielsweise bei einem gewerblichen Minijob mit einem Verdienst von 155 Euro pro Monat.

Wer dies zahlt, steigt schon früh in die gesetzliche Rentenversicherung ein - und erwirbt minimale gesetzliche Altersrentenansprüche. Schüler erwerben so einen Anspruch auf die Riester-Förderung. "Die Zulageberechtigung ist grundsätzlich nicht vom Alter abhängig", stellt Christian Koopmann von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen. fest. Entscheidend sei vielmehr, dass die Betroffenen sozialversicherungspflichtig seien. Koopmann: "Auch Schüler können schon einen Riester-Vertrag abschließen und sich meist mit einem Monatsbeitrag von nur fünf Euro pro Monat die vollen Zulagen sichern."

Das sind im ersten Jahr 354 Euro und danach jeweils 154 Euro. Voraussetzung hierfür ist, dass die Jobber wenigstens einen rentenversicherten Monat im Jahr vorweisen können. Wer so schon zwischen 13 und 18 Jahren auf einem Riester-Vertrag anspart, kassiert immerhin staatliche Zulagen in Höhe von insgesamt 1  124 Euro - bei einem Eigenbeitrag von ganzen 360 Euro.

In Frage kommen für die Schüler beispielsweise Banksparverträge, aber auch Rentenversicherungen und Fondssparverträge. Da die Verträg ja mindestens vier Jahrzehnte laufen, sind Verträge mit hohem Aktienanteil zu empfehlen.

Quelle: RP

 
 
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