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Sparbeträge rechtzeitig anpassen: Wie man richtig riestert

VON ROLF WINKEL - zuletzt aktualisiert: 24.11.2008 - 08:07

Düsseldorf (RP). Viele Riester-Sparer verschenken staatliche Fördergelder, weil sie zu wenig auf ihre Sparverträge einzahlen. Bis Ende Dezember lässt sich dies für 2008 noch reparieren.

Die staatlich geförderten privaten Altersvorsorgeverträge gleichen annähernd die drastischen Einbußen aus, die bei der gesetzlichen Rente bereits heute eingeplant sind. Wie hoch der geforderte Mindest-Sparbetrag ist, hängt von der Höhe der sozialversicherungspflichtigen Einkünfte im Vorjahr ab. 2008 zählen also die Einkünfte aus dem Jahr 2007.

Beispielrechnung: Die Einkünfte beliefen sich 2007 auf 35.000 Euro. Daher liegt der Mindestsparbetrag im Jahr 2008 bei 1400 Euro (vier Prozent). Diese müssen die Riester-Sparer aber nicht voll selbst aufbringen, denn der Staat zahlt erheblich zu. Für einen Versicherten mit einem Kind schießt der Staat beispielsweise 2008 immerhin 339 Euro zu einem Riester-Vertrag zu. Für Kinder, die ab 2008 geboren werden, liegt die Zulage sogar noch um 115 Euro pro Jahr höher (300 Euro statt 185 Euro pro Kind). Da die Zulagen im Beispielfall 339 Euro betragen, liegt der Eigenbeitrag hier bei 1061 Euro jährlich. Denn zusammen mit den Zulagen wird dann der erforderliche jährliche Sparbetrag von 1.400 Euro erreicht.

Wer etwa nur halb so viel anspart – im Beispielfall also nur 530 Euro – erhält auch entsprechend weniger Zulagen. Wer bislang weniger anspart hat, schneidet sich also ins eigene Fleisch. „Das lässt sich aber auch für 2008 noch gerade biegen, denn die Zahlung für dieses Jahr kann noch aufgestockt werden“, sagt Gerhard Hoffmann, vom Finanzdienstleister MLP. „Die Anbieter von Riester-Verträgen ermöglichen nämlich so genannte Zuzahlungen – im Vergleich zu den regelmäßig geleisteten Beiträgen fallen hier keine zusätzlichen Gebühren an.“

Plus-Sparen für die Steuer

Häufig lohnt es sich allerdings Sparraten für Riester-Verträge höher anzusetzen. Riester-Sparer können Sparbeiträge bis 2100 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen. Die Zulagen werden dabei mitgerechnet. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, und das ist meist schon bei Durchschnittsverdienern der Fall, so beteiligt sich das Finanzamt noch zusätzlich am Riester-Sparen. Im oben durchgerechneten Beispielfall ist deshalb noch eine zusätzliche Steuererstattung von etwa 160 Euro drin.

Man kann natürlich auf Riester-Verträgen auch mehr als 2100 Euro pro Jahr ansparen. Die zusätzlichen Beträge werden allerdings dann nicht mehr vom Staat gefördert. Wer mehr Geld fürs Alter zurücklegen will, für den lohnen sich daher in der Regel andere Anlageformen als Riesterrenten.

Quelle: RP

 
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