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Öko-Wärme oder Holzschnipsel: Kosten sparen mit alternativen Heizkonzepten

zuletzt aktualisiert: 20.09.2010 - 15:49

Berlin (RPO). Die Zeiten, in denen sich Hausbesitzer zur Modernisierung eine x-beliebige neue Gas- oder Ölheizung einbauten, sind vorbei. Steigende Energiepreise und schärfere Umweltauflagen lassen sie verschiedene Heizkonzepte genauer miteinander vergleichen.

Bringt eine Solartherme Kostenvorteile? Oder ist eine Holzpelletheizung doch die bessere Alternative? Wie effizient ist eine Wärmepumpe? Solche Fragen stellen sich viele Hausbesitzer, wenn sie ihr Heizsytem modernisieren wollen. Alle Möglichkeiten sind zumindest geeignet, später beim Heizen Kosten einzusparen.

"Wer erneuerbare Energien für die Beheizung seines Gebäudes einsetzt, macht sich unabhängiger von der Preisentwicklung fossiler Energieträger", erklärt Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur dena in Berlin. Insbesondere Hausbesitzer mit Gas- oder Ölheizung hatten in den vergangenen Jahren unter einem drastischen Preisanstieg für Gas und Öl zu leiden. Energieexperten sagen weitere Kostensteigerungen voraus, weil die weltweiten Öl- und Gasreserven langsam zur Neige gehen.

Hinzu kommt, dass die Umrüstung von Bestandsimmobilien auf alternative Heizkonzepte vom Staat gefördert wird. Hintergrund ist, dass die Wärmeversorgung von Gebäuden laut der dena für rund 38 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich ist. Gleichzeitig steckten hier die größten Einsparpotenziale.

Auf Zuschüsse bauen

Wer bei der Sanierung auf alternative Energien umstellt, kann daher auf staatliche Zuschüsse hoffen. Eine Pflicht zur Umstellung besteht jedoch nicht. Wer neu baut, hat dagegen keine Wahl: Denn für Neubauten schreibt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) den Einsatz von regenerativen Energien vor. Ein Teil des Wärmeenergiebedarfs muss durch sie gedeckt sein. Für die Umrüstung der Heizung in Bestandsimmobilien stehen laut der dena "ausgereifte Techniken" zur Wahl, die je nach Gebäudetyp und Rahmenbedingungen mehr oder weniger infrage kommen.

Solarkollektoren auf dem Dach erzeugen Energie, die zur Wassererwärmung genutzt wird. Ist die Anlage groß genug, lässt sich mit ihr auch ein Teil der Raumwärme abdecken. Größter Vorteil von Solaranlagen ist, dass sie abgesehen von den Umrüstkosten umsonst sind - Sonnenstrahlen kosten nichts. Ein Nachteil: Solaranlagen benötigen laut dena eine zusätzliche Heizung. Denn in sonnenarmen Monaten kann die Energie zum Heizen auch mal nicht ausreichen. Und genug Platz auf dem Dach muss auch da sein.

Holzpellets

Dieses Problem haben Hausbesitzer nicht, die sich für eine Holzpelletheizung entscheiden. In speziellen Brennöfen werden dabei zu Stäbchen gepresste Holzabfälle verfeuert. Vorteil hier: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der nahezu CO2-neutral verbrennt. Und moderne Holzpelletheizungen funktionierten "genauso komfortabel und verlässlich wie konventionelle Heizsysteme", urteilt die dena.

Eine weitere Alternative ist die Nutzung von Erdwärme mit Hilfe einer Wärmepumpe. Sie funktioniert nach dem umgekehrten Prinzip des Kühlschranks, erläutert das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau: Während der Kühlschrank seinem Innenraum Wärme entzieht und nach außen abgibt, entzieht eine Wärmepumpe dem Erdreich Wärme und gibt sie über die Heizung ab, um ein Gebäude zu heizen. Angetrieben wird die Pumpe elektrisch, es fallen also Stromkosten an.

Daher ist es entscheidend, wie groß die Wärmeausbeute der Pumpe im Verhältnis zum eingesetzten Strom ist. Wichtig ist auch, wie gut Haus und Anlage aufeinander abgestimmt sind, so die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Das Heizverhalten der Bewohner beeinflusse die Wirtschaftlichkeit der Pumpe ebenso. So habe der vergangene harte Winter einige Pumpen in die Knie gezwungen - und statt ökologischer Wärme nur immens hohe Stromrechnungen produziert.

Quelle: tmn/kpl

 
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