Stiftung Warentest: Lachs: Sieben Sorten sind "gut"
VON WILJO KRECHTING - zuletzt aktualisiert: 30.12.2009 - 09:33Düsseldorf (RP/RPO). Die Stiftung Warentest hat 18 Räucherlachs-Sorten getestet. Sieben von ihnen erhielten das Urteil "gut". Dennoch sollten Verbraucher beim Verzehr einige Dinge beachten.
Nach dem Schlüpfen in einem Fluss oder Bach zieht der Lachs als Jungtier zum Meer, um nur wenige Jahre später ins tausende Kilometer entfernte Heimatgewässer zurückzukehren.
Ein solcher Wildlachs ist heute jedoch rar, denn Überfischung und verbaute Gewässer haben viele Lachsbestände vernichtet. Nur die Massenzucht macht es möglich, dass eine 200-Gramm-Packung Räucherlachs im Supermarkt weniger als drei Euro kostet.
Die Stiftung Warentest hat 18 Räucherlachs-Produkte getestet. Das Ergebnis des Tests: Sieben der 18 Produkte erhielten die Note "gut". Interessant: Keines der vier Wildlachsangebote bekam ein "gut".
Am schlechtesten schnitt dabei der teuerste Fisch ab: Der angebliche irische Wildlachs von der Fischtheke des Kaufhauses KaDeWe in Berlin zum Preis von 14,80 Euro pro 100 Gramm sei tatsächlich ein verdorbener Zuchtlachs gewesen, berichtet die Zeitschrift test (Ausgabe 1/2010). Er wurde als "mangelhaft" bewertet. Das Kaufhaus habe das entsprechende Produkt mittlerweile aus dem Programm genommen.
Die besten Noten erhielten zwei Sorten Zuchtlachs, auch der Lachs mehrerer Discounter wurde mit "gut" bewertet. Die meisten Omega-3- Fettsäuren enthält Lachs aus ökologischer Aquakultur. Das Gesamtergebnis fiel den Angaben zufolge wesentlich besser aus als beim letzten Test vor acht Jahren. Damals waren 10 von 22 Produkten verdorben, dieses Mal nur der lose gekaufte Lachs aus der Fischtheke des KaDeWe.
Listerien, Salmonellen oder Rückstände von Antibiotika wurden überhaupt nicht gefunden. Die Stiftung Warentest rät dennoch, Räucherlachs im Kühlschrank nicht länger als zwei Wochen zu lagern und Lachs aus angebrochenen Packungen spätestens am nächsten Tag zu verzehren. Kleinkinder, Schwangere und Immunschwache verzichten besser ganz auf Räucherlachs, da dieser unerhitzt geräuchert wird und Keime nicht abgetötet werden.
Die Prüfer untersuchten den Lachs nach sechs Kategorien: sensorische Beurteilung (Aussehen, Geruch, Geschmack, Mundgefühl), Schadstoffe, mikrobiologische Qualität, Verpackung, Deklaration (Werbeaussagen, Übersichtlichkeit) und Preis.
Um ihren Räucherlachs beruhigt genießen zu können, sollten Verbraucher einige Tipps beachten. Der Lachs ist im Kühlschrank knapp zwei Wochen haltbar, sollte lieber schon einige Tage vor Ablaufen des Haltbarkeitsdatums aufgebraucht werden. Offene Packungen sollten die Verbraucher sofort, spätestens am nächsten Tag leeren.
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