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Estrich abtrocknen lassen: Laminat verlegen: Die Vorbereitungen

zuletzt aktualisiert: 07.01.2005 - 14:55

Laminat- und Parkettfußboden haben ihre Vorzüge: Sie sind auch von Laien selbst zu verlegen und kosten manchmal nicht mehr als ein Teppichboden. Die Möbelkette Ikea gebe sogar den Kaufpreis zurück, falls es Schwierigkeiten beim Verlegen des hauseigenen Laminatbodens geben sollte, so Stefanie Neumann von der schwedischen Möbelkette mit Deutschlandsitz in Wallau.

Trotz solcher Mut machenden Versprechen kann mancher Freizeit-Heimwerker Probleme bekommen, vor allem wenn es an Know How für das Verlegen fehlt: "Eine große Fehlerquelle liegt darin, dass viele Heimwerker nicht einmal die den Parketten beiliegende Anleitung lesen", kritisiert Petra Eckermann vom Hersteller Osmo im Münster. Auf diese Weise seien Fehler programmiert.

"Als Verlegetechnik für Heimwerker ist für beide Materialien die schwimmende Verlegung zu empfehlen", meint Hans-Joachim Bretschneider aus Walthersdorf (Sachsen), der bundesweit für die Deutsche Heimwerker Akademie (DHA) Kurse gibt. Schwimmend verlegen bedeutet: Die Parkett- oder Laminatelemente müssen an Nut und Feder verleimt eine zusammenhängende Platte bilden, erläutert Eckermann. Sie dürfen keine Berührung zu Wänden oder sonstigen Bauteilen haben.

Boden richtig vorbereiten

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Untergrund. "Beton-Estrich muss mindestens sechs Wochen abtrocknen", betont Bretschneider. Außerdem müsse der Untergrund eben und fest sein. Bei Holzfußböden sollten lose Stellen mit Schrauben befestigt werden. Kleine Unebenheiten können mit fließfähiger Ausgleichsmasse ausgeglichen werden. Enorme Unebenheiten glättet man besser durch Schüttung mit einem mineralischen Granulat. Darauf kommt dann Trockenestrich.

Bei nicht unterkellerten Räumen sollte eine Folie gegen eventuelle Bodenfeuchtigkeit auf den Untergrund gelegt werden, rät Bretscheider. Zudem muss bei Fußböden, die "schwimmend" verlegt werden, zwischen Belag und Estrich-/Holzboden eine mindestens zwei Millimeter dicke Unterlage aus elastischem Material liegen, empfiehlt Fachautor Hans-Werner Bastian in dem von der DHA herausgegebenen Buch "Holz im Innenbereich". Die Unterlage gleiche letzte Unebenheiten aus und diene als Trittschalldämmung.

Dünne Elemente verlegt man flächig auf der Dämmschicht (Schaumstoff, Kork), dicke Elemente (> 20 mm) werden auf Lagerhölzern verlegt. Laminat sollte mit der Stichsäge (um einen sauberen Schnitt zu erhalten) von der Rückseite geschnitten werden. Die Leimart ist je nach Hersteller unterschiedlich. Hierzu sollte man die Verleganleitung beachten, die jedem Laminatpaket beigelegt ist. Achtung! Die Gewährleistung des Herstellers tritt nur in Kraft, wenn gemäß der Verleganleitung gearbeitet wurde.

Wichtig ist außerdem das raumklimatische Verhältnis. Während der Verlegung und mindestens drei Tage danach sollte die Fußbodentemperatur min. 15 °C, die Lufttemperatur min. 18°C haben. Zu beachten ist, dass die Elemente exakt verleimt werden und eine Dehnungsfuge am Rand vorgesehen wird. Sie sollte mindestens einen Zentimeter breit sein. Der offene Spalt wird zum Abschluss durch passende Abschlussleisten überdeckt. Mindestens genauso wichtig, wie ein sauberer Abschluss zur Wand, sind die Übergangsschienen und Anschlussschienen. Sie dienen nicht nur der Optik sondern auch der Sicherheit, damit es nicht zu Stolperfallen kommt, wenn verschiedene Materialien nebeneinander verlegt werden. Hierfür gibt es zahlreiche Schienensysteme aus unterschiedlich gefärbten Aluminiumprofilen. Man sollte mit der Verlegung in einer Raumecke beginnen.


 
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