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Verbrauch drosseln: Stromrechnung um hunderte Euro drücken

zuletzt aktualisiert: 08.11.2005 - 09:11

Berlin (rpo). Bei vielen treten mittlerweile die Schweißperlen auf die Stirn, wenn Sie an ihre Stromrechnung denken. Die Sorgenfalten werden immer größer, je höher die Energiepreise klettern. Doch schon mit einfachen Verhaltensregeln lassen sich mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen.

"Entscheidend ist, systematisch vorzugehen und sich auf Maßnahmen zu konzentrieren, die besonders große Spareffekte erzielen", sagt Ralf Schmidt-Pleschka, Umweltexperte der Verbraucher Initiative in Berlin.

Der häufigste Fehler beim Heizen: Das Fenster wird zur Temperaturregelung genutzt. "70 Prozent der Heizenergie verpuffen bei einem geöffneten Fenster nach außen", sagt der Fachmann und mahnt: "Lüften dient nicht dazu, Sauerstoff reinzulassen, sondern Feuchtigkeit, Gerüche und Schadstoffe aus der Wohnung abzuführen."

Statt das Fenster in Dauerkippstellung zu lassen, sollte es zwei- bis dreimal täglich für fünf Minuten komplett geöffnet und in dieser Zeit die Heizung ausgeschaltet werden. In vielen Haushalten sind zudem alle Räume gleich stark erwärmt. "Auch hier wird Geld verschwendet", sagt Schmidt-Pleschka und rät, nur tatsächlich genutzte Räume zu heizen. Doch wie hoch ist der Regler zu drehen?

Fenster zu und Heizung aus

Eine Temperatur von 20 Grad Celsius gilt als ideal für Aufenthaltsräume; in Küche und Schlafzimmer reichen 16 bis 18 Grad Celsius. In der Nacht kann die Raumtemperatur überall auf 12 bis 15 Grad Celsius runter. "Jedes Grad Raumtemperatur weniger mindert die Heizkosten um sechs Prozent", sagt Schmidt-Pleschka.

Ist niemand zu Hause, heißt es: Fenster zu und Heizung aus. Ängste, dass die Wohnung gefährlich auskühlt, sind bei Heizungen mit Frostschutzregler unbegründet. Sie sorgen dafür, dass die Temperatur bei rund 15 Grad Celsius bleibt.

Doch nicht nur die Heizung, auch der Stromverbrauch belastet das Haushaltsbudget oft unnötig stark. Als Stromfresser Nummer eins in Privathaushalten haben Verbraucherschützer Kühl- und Gefriergeräte ausgemacht. Es folgen in der Regel Beleuchtung und Informations- und Kommunikationsmittel. "Es lohnt sich, ein Strommessgerät bei der nächsten Verbraucherberatungsstelle auszuleihen, um sich ein Bild vom individuellen Verbrauch zu machen", sagt Schmidt-Pleschka.

Viele kleine Stromfresser

Bei Kühl- und Gefrierschrank rechnet es sich, sparsame Geräte zu kaufen, regelmäßig zu enteisen, und nicht zu stark zu kühlen. "Jedes einzelne Grad, auf das verzichtet wird, macht derzeit eine jährliche Ersparnis von sechs bis acht Euro aus." Das klingt wenig. Doch gerade beim Stromverbrauch summieren sich viele kleine Stromfresser leicht zu einer stattlichen Summe. So rechnet sich beispielsweise der Einsatz von Energiesparlampen immer, wie Schmidt-Pleschka betont.

Auch bei der Waschmaschine zahlt es sich aus, die Temperatur zu senken. Wer einmal in der Woche eine Kochwäsche durch eine 60 Grad-Wäsche ersetzt, auf Vorwäsche verzichtet, Sparprogramme nutzt und Schonwaschgänge meidet, kann im Jahr 66 Kilowattstunden sparen.

Im Leerlauf betriebene Fernseher, DVD-Payer und ähnliche Geräte rauben schlummernd Strom. "Eine durchschnittliche Familie gibt allein für den Stand-By-Verbrauch ihrer Geräte pro Jahr rund 50 bis 60 Euro aus", sagt der Fachmann. Wer seinen Geldbeutel schonen will, befolgt daher den Rat: Geräte bei Nichtgebrauch ausschalten.

Weitere Informationen zum Thema bietet die Broschüre "Energie sparen im Haushalt". Der Sparkurs für Privathaushalte ist bei der Verbraucher Initiative auf verbraucher.org als Download für einen Euro und via Post für 1,80 Euro erhältlich (Kontakt: Telefon 030-53 60 73-3).

Quelle: afp

 
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