Teakholz ist einer der Dauerbrenner: Neue Trends bei Gartenmöbeln: Erlaubt ist, was gefällt
VON SABINE KLÜBER - zuletzt aktualisiert: 17.03.2004 - 09:31Gartenmöbel sollen in erster Linie pflegeleicht sein. Deshalb sind Sessel und Tische aus geflochtener Kunstfaser gerade besonders angesagt. Das Material erweckt den Eindruck von eleganten Korb- oder Rattanmöbeln, ist aber viel leichter und witterungsbeständiger. Verschmutzungen lassen sich ganz einfach mit Wasser entfernen, und die Möbel müssen nicht in der Gartenlaube eingesperrt werden, damit sie schön und funktionsfähig bleiben.
Tropenholz: chic und robust
Die Dauerbrenner Teak und Eukalyptusholz machen den heimischen Hölzern schon seit Jahren Konkurrenz, denn sie sind nicht nur edel und teuer, sondern ebenfalls robust und pflegeleicht. Teakmöbel beispielsweise können problemlos draußen überwintern. Sie trotzen Nässe und Witterung und nehmen mit der Zeit eine silbergraue Patina an – chicer geht’s nimmer. Bei Tropenhölzern sollte der Kunde natürlich darauf achten, dass es sich um kontrolliert angebautes Plantagenholz handelt. Dabei bietet das Zertifikat FSC (Forest Stewardship Council) die Sicherheit, dass das Holz umweltschonend gewonnen und verarbeitet wird.
Polsterauflagen für Stühle und Liegen sowie Tischdecken stehlen den Holzmöbeln in dieser Saison zuweilen die Show, denn sie strahlen in Gute-Laune-Farben mit der Sonne um die Wette. Dabei kann der Kunde sich wiederum für lustige Streifen oder Karos, für knalliges Orange oder Pink oder fürs verspielte Blumendessin oder Patchworkmuster entscheiden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Erlaubt ist, was gefällt
Mögen Sie Edelstahl und Bambus, Massivholz und Alu, Pink und Rot, Grün und Organge? Wunderbar, dann kombinieren Sie mal. Und zwar so wild und wüst, wie Sie wollen. Gerade Kombis aus Alu, Edelstahl und Teak sehen toll aus und sind obendrein noch bequem. Neu ist, dass es Alu jetzt nicht mehr nur in Silber, sondern auch in Graphit und Anthrazit gibt. Ebenfalls neu: Naturnachbildungen aus Alu, z. B. Bambusimitationen. Polsterauflagen sind nicht – wie früher – nur im Set zu haben. So können Sie dem Sessel eine rote Verkleidung verpassen, die Liege im blau-weiß hüllen und dazu eine grüne Tischdecke auflegen. Blumen, Sträucher und Bäume müssen in diesem Sommer ganz schön aufpassen, dass sie bei so viel Form und Farbe nicht verblassen.
Ein Trend, der sich mittlerweile zum Dauerbrenner etabliert hat, sind Gartenmöbel im Kolonialstil. Hier wird mit der richtigen Mischung aus Farben und Materialien eine exotische Atmosphäre kreiert. Typische für den Kolonialstil sind klare Linien. Die Möbel sind weitestgehend dem britischen Landhausstil entlehnt. Das Besondere am „echten“ Kolonialstil sind die edlen, oft seltenen Hölzer, aus denen Tische, Schränke, Vitrinen und Stühle gebaut sind: Satin-Holz, Vengai-Holz oder Coromandel-Holz sind Tropenhölzer, die nicht ganz billig sind. Doch in den letzten Jahren haben sich besonders im Gartenmöbel-Segment synthetische Materialien durchgesetzt. Sie sind den Stoffen aus der Natur so genau nachempfunden, dass der Unterschied kaum auffällt.
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