kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Mit dem Chef fürs Alter sparen: Was bei Betriebsrenten wichtig ist

VON MONIKA HILLEMACHER - zuletzt aktualisiert: 02.01.2012 - 11:03

Düsseldorf (RPO). Ohne eigenen Einsatz geht es nicht. Denn die staatliche Rente wird bei den meisten im Alter nicht ausreichen. Eine Möglichkeit ist eine betriebliche Altersvorsorge. Daran beteiligt sich manchmal auch der Chef.

Mit Investitionen unter anderem in Aktien kann sich ein Pensionsfonds lohnen.  Foto: tmn
Mit Investitionen unter anderem in Aktien kann sich ein Pensionsfonds lohnen. Foto: tmn

Betriebsrenten sind eine gute Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen. Das Schöne daran: Häufig gibt der Chef etwas dazu. Insgesamt gibt es fünf Modelle, eine Betriebsrente zu organisieren: Direktversicherung, Direktzusage, Unterstützungskasse, Pensionskasse und Pensionsfonds.

Der Arbeitgeber entscheidet, welche Variante er seinen Mitarbeitern anbietet. Oft ist das Modell in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen festgeschrieben. "Betriebsrat oder Personabteilung sind die ersten Ansprechpartner", sagt Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest".

Gesetzlicher Anspruch

Info

Betriebsrenten sind bei Pleiten geschützt

Wenn Unternehmen Pleite gehen, bekommen Mitarbeiter trotzdem weiter Betriebsrente. Anstelle des Arbeitgebers springt der Pensionssicherungsverein (PSV) ein. Für Unternehmen ist die Mitgliedschaft Pflicht. Sie zahlen - ähnlich einer Haftpflichtversicherung - regelmäßig Beiträge an den PSV. Auch Zeitwertkonten sind dort abgesichert.

Auf eine Direktversicherung haben Arbeitnehmer gesetzlich Anspruch. Sie entspricht im Prinzip einer Lebensversicherung zugunsten des Arbeitnehmers und seiner Hinterbliebenen und funktioniert über Entgeltumwandlung: Ein Teil des Bruttogehalts fließt an eine Assekuranz, mit der der Arbeitgeber einen Rahmenvertrag abgeschlossen hat.

Manche Unternehmen geben einen zusätzlichen freiwilligen Zuschuss. "Sie legen zum Beispiel 10 bis 15 Euro pro 100 Euro drauf", sagt Martin Kinkel, der im Auftrag von Personalabteilungen Beschäftigte in Vorsorgefragen berät. Die Firma gibt so einen Teil der Sozialabgaben zurück, die auch sie durch die Direktversicherung spart. Die Aufstockung bringt dem Arbeitnehmer höhere Rendite. Ob und wie viel sein Arbeitgeber obendrauf packt, ist Verhandlungssache.

Für die Direktversicherung gilt wie für die anderen Vorsorgemöglichkeiten: Beiträge sind bis zu einer gewissen Höhe steuer- und sozialabgabenfrei. 2012 liegt die Grenze bei 2688 Euro.

Hinzu kommen weitere 1800 Euro, auf die jedoch Sozialabgaben gezahlt werden müssen. Bei der Auszahlung von seit 2005 laufenden Verträgen kassieren der Fiskus sowie die Krankenkassen mit.

Pensionszusage für Mitarbeiter

Bei der Direktzusage verpflichtet sich der Arbeitgeber zur Rentenzahlung an seinen Mitarbeiter. "Der Arbeitgeber wird selbst Träger der betrieblichen Zusatzversorgung", erläutert "Finanztest"-Redakteur Theodor Pischke das Modell. Dabei beteiligt sich das Unternehmen oft am Beitrag, Mitarbeiter bekommen eine Pensionszusage. Pischke zufolge ist die Direktzusage Grundlage für mehr als die Hälfte aller Betriebsrenten.

Nach einer Schätzung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin bietet immerhin jede dritte Firma eine Zusatzversorgung. Rund 70 Prozent der Mitarbeiter nutzen sie. In Zeiten des Fachkräftemangels setzten Firmen die Betriebsrente als Anwerbeargument ein. Neben Gehalt und Kinderbetreuung sähen junge Leute auch auf ergänzende Vorsorge durch den Betrieb.

Da lohnt ein Blick auf die Konditionen. Unter anderem auf die Frage, ob Ansprüche bei einem Stellenwechsel übertragen werden können. Grundsätzlich gibt es laut Pischke ein Mitnahmenrecht für seit 2005 abgeschlossene Direktversicherungen, Verträge bei Pensionskassen und Pensionsfonds, nicht aber für Direktzusagen oder Unterstützungskassen.

Es kommt außerdem auf die Unverfallbarkeit an. Das ist die Zeit, ab der die Ansprüche dem Arbeitnehmer sicher sind. Grundregel: Zahlt er allein den Beitrag zur Betriebsrente, ist diese sofort unverfallbar. Zahlt die Firma mit oder übernimmt sie die Leistung ganz, gilt dagegen meist eine Frist von fünf Jahren. Gerechnet wird oft ab dem 25. Geburtstag.

Pensionskassen arbeiten wie Lebensversicherer. Oft sind sie branchen- oder konzernweit organisiert. Ältere Kassen dürfen nach Angaben von Theodor Pischke anders rechnen als Lebensversicherungen.

Sie seien entweder nicht an den Garantiezins gebunden oder zögen eine niedrigere Lebenserwartung heran, weil sie eben nur ihre Mitglieder zugrunde legen. Sie bekommen eine höhere feste Rentenzusage.

Investition unter anderem in Aktien

Unterstützungskassen gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert. "Wer dort einzahlt, muss stets einen gleich hohen oder gleichmäßig steigenden Beitrag leisten", fasst die Zeitschrift "Finanztest" zusammen.

Der Pensionsfonds ist nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersvorsorge (aba) in Heidelberg das jüngste Betriebsrentenmodell. Der Fonds investiert das Geld unter anderem in Aktien. Mitarbeitern, die diese Form nutzen, ist am Ende der Laufzeit zumindest das eingezahlte Kapital sicher. Die Höhe der Rendite hängt von den Gewinnen ab sowie von Zusatzleistungen, etwa Absicherung von Invalidität und Hinterbliebenen.

Wer seine Altersvorsorge ohne Geld finanzieren möchte, kann in Zeitwertkonten investieren. "Überstunden statt Liquidität" nennt Martin Kinkel diese Option. Dabei werden Überstunden am Ende praktisch in Geld umgewandelt, mit dem Arbeitnehmer entweder ihren früheren Rentenbeginn, ein Sabbatical oder eine längere Weiterbildung finanzieren.

Quelle: tmn

 
 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Startkapital für Kleinstunternehmer

Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Mikrokredite, ein erfolgreiches Finanzierungssystem aus Ländern der Dritten Welt, sollen auch in Deutschland Abhilfe schaffen. Die ersten Er ... mehr 

Berufungsprozess gegen Skandalbanker Kerviel

Skandalbanker

Berufungsprozess gegen Kerviel

Vor einem Pariser Berufungsgericht hat am Montag der Berufungsprozess gegen den Skandalbanker Jérôme Kerviel begonnen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Startkapital für Kleinstunternehmer

Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Erstmals seit Anfang Januar

Dax stürzt unter 6000 Punkte

Gründer verweigerte Hilfen

Vorwürfe gegen Familie Schlecker

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Mehr als 140 Tote bei Fluzeugabsturz in Nigeria

Bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend in Nigeria sind vermutlich alle 147 Passagiere ums Leben gekommen. Auch am Boden gab es Opfer. mehr 

THEMEN RATGEBER
Bilderserien Ratgeber
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament mehr 
 
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
mehr 
Wie Sie hausgemachte Speisen im Restaurant erkennen
Wie Sie hausgemachte Speisen im Restaurant erkennen
Wie Sie hausgemachte Speisen im Restaurant erkennen
mehr 
Facebook in Zahlen
Facebook in Zahlen
Wäre Facebook ein Land, wäre es das bevölkerungsreichste nach China (1 ..
mehr 
Pflegekosten: Das sollten Sie wissen
Pflegekosten: Das sollten Sie wissen
Am besten ist es, wenn die eigenen Eltern bis ..
mehr 
Elternpflege  - So werden Sie unterstützt
Elternpflege - So werden Sie unterstützt
Pflegeunterstützung im Überblick
mehr 
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
mehr 
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
mehr 
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
mehr 
 
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Weitere Ratgeber-Themen
Kai Miethling aus Neuruppin hat sich mit Hilfe eines Mikrokredites selbstständig gemacht. Er lieh sich 6000 Euro und kaufte davon Lacke und Farben.

Startkapital für Kleinstunternehmer

Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Mikrokredite, ein erfolgreiches Finanzierungssystem aus Ländern der Dritten Welt, sollen auch in Deutschland Abhilfe schaffen. Die ersten Erfahrungen von Unternehmern machen Mut. VON KLAUS KRAUSE  mehr

 

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

 

Bundeskabinett will Mietrechtsreform

Mieterbund befürchtet Klagewelle

 
 
 

Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt

Pfändung - Rechte und Pflichten von Schuldnern

 
 

Nützliche Tipps für Sparer

Immobilien im Boom

Top-Services