Elementarschadenversicherung: Schutz für das eigene Haus
VON UWE SCHMIDT-KASPAREK - zuletzt aktualisiert: 14.07.2009 - 07:22Düsseldorf (RP). Unwetter und Feuer sind die schlimmsten Feinde für Hab und Gut. Ausreichende Vorsorge mit einer Wohngebäudeversicherung ist deshalb für Immobilienbesitzer unverzichtbar. Hier erfahren Sie, wie Sie sich richtig absichern.
Statt Großschäden, wie der Sturm Kyrill, der 2007 rund zwei Millionen Schäden anrichtete, machen derzeit kleine, aber intensive lokale Unwetter den Hausbesitzern das Leben schwer und führen bei den Versicherern zu Verlusten. Hohe Schäden verursachen gerade bei älteren Gebäuden auch Leitungswasserschäden.
Daher droht vielen Immobilienbesitzern in diesem Jahr möglicherweise eine Prämienerhöhung oder ein Leistungsausschluss. Doch keins von beiden müssen die Kunden hinnehmen. Grund: Der Wettbewerb bei Hausversicherungen ist knallhart. Viele könnten schon heute Haus und Hof günstiger absichern, wenn sie den Anbieter wechseln. Dies zeigt ein aktueller Vergleich des Versicherungsmakler "check24.de". Danach liegen die Preisunterschiede bei sage und schreibe mehr als 270 Prozent.
Üblicherweise zahlen Wohngebäudeversicherer nur für Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel, Blitzschlag sowie Leitungswasser. Versichert sind zudem alle mit dem Gebäude fest verbundenen Gegenstände, von der Außenmarkise über Tapeten bis Teppichböden.
Bei Überschwemmungen dagegen gehen viele Hausbesitzer leer aus. Dabei haben solche Schäden deutlich zugenommen. Der Grund ist so genannter Starkregen. "Kleinen Wolken entleeren sich dann aus einem Kern", erläutert Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD) aus Offenbach. Längst hat der DWD Starkregen in seine Wetterwarnungen aufgenommen. Fallen in einer Stunde 25 Liter Regen pro Quadratmeter, sprechen Wissenschaftler von Starkregen.
Um Elementarschadenversicherung erweitern
Der sei für 50 Prozent aller Überschwemmungsschäden verantwortlich, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Für eine Absicherung gegen Überschwemmungsschäden muss die Wohngebäude – und sinnvollerweise dann auch die Hausratversicherung - um eine Elementarschadenversicherung erweitert werden.
Mit dem Hochwasser-Risiko-Analyse-Tool "ZÜRS" stellten die Versicherer fest, welche Häuser besonders von Überschwemmungen bedroht sind. Das gilt für alle, die in der Nähe von Flüssen wohnen. Je näher man am Fluss wohnt, desto teurer wird die Versicherung.
Ganz wichtig: Der Versicherer sollte bei Schäden durch "grobe Fahrlässigkeit" voll leisten. Nach neuem Recht bekommt ein Hausbesitzer, der beispielsweise einen offenen Kamin unbeaufsichtigt lässt und so einen Brand verursacht, nur eine Teilentschädigung. Einige Versicherer zahlen dagegen 100 Prozent. Außerdem sollte man darauf achten, dass Ableitungsrohre weitgehend eingeschlossen sind.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







