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Frist für den Basistarif: So können Privatpatienten sparen

VON UWE SCHMIDT-KASPAREK - zuletzt aktualisiert: 29.06.2009 - 12:58

Düsseldorf (RP). Viele, vor allem ältere Privatpatienten, stöhnen über ihre Beitragslast. "Je nach Tarif und Anbieter zahlen manche Privatkunden für ihren Krankenschutz über 700 Euro pro Monat", sagt Rüdiger Falken, Versicherungsberater aus Hamburg. Solche Kunden können noch bis zum 30. Juni in den Basistarif umsteigen.

Dieser Sozialtarif darf nicht teurer sein als der Höchstbetrag der gesetzlichen Krankenkassen. Der Wechsel ist einfach. Denn Zuschläge wegen Krankheit oder eine generelle Ablehnung sind den Assekuranzen nicht erlaubt. Jeder muss aufgenommen werden. Derzeit kostet der private Basistarif 570 Euro im Monat. Der Kunde kann in den Basistarif beim eigenen Anbieter wechseln oder zu einem anderen Anbieter gehen und hier später in einen normalen Tarif aufsteigen.

Basistarif bei Eigener Versicherung: Wer in den Basistarif bei seiner Versicherung wechseln will, muss bedürftig, Rentner oder über 55 Jahre alt sein. Die Leistungen des Basistarifs, die denen der gesetzlichen Kasse entsprechen, sind nach Meinung von Berater Falken besser als ihr Ruf. Der Tarif habe eine größere Leistungsbreite als die der privaten Krankenversicherung (PKV). "So leistet der Basistarif etwa umfangreich bei Psychotherapie und hat einen offenen Hilfsmittel- und Heilmittelkatalog." Damit sei er vielen abgespeckten Privattarifen überlegen. Normale PKV-Tarife bieten zwar oft hochwertigeren Zahnersatz oder Chefarzt-Behandlung. Doch wer in den Basistarif gehe, könne dies oft über Zusatzversicherungen dazukaufen und spare unter dem Strich immer noch.

Basistarif bei anderer Versicherung: Per Basistarif können die Kunden auch ihren Versicherer wechseln und einen Teil des schon gesparten Kapitals für das Alter, die sogenannten Alterungsrückstellungen mitnehmen. Der Wechsel zu einem anderen Versicherer ist aber kompliziert. Dafür muss der Kunde 18 Monate im Basistarif des neuen Anbieters verweilen, bis er in einen Normaltarif aufsteigen kann. Der Kunden muss bis Ende Juni kündigen und sich schon beim neuen Versicherer einschreiben.

Zudem ist es sinnvoll, mit einem zusätzlichen Optionstarif die Gesundheit zu konservieren. Denn beim Ausstieg aus dem Basistarif in den normalen Tarif der PKV wird eine Gesundheitsprüfung fällig. Folglich ist ein Anbieterwechsel per Basistarif nur für Gesunde möglich. "Ob sich ein solcher Anbieterwechsel tatsächlich lohnt, kann man nur im Einzelfall feststellen", sagt Stefan Albers aus Montabaur, Präsident des Bundesverbandes der Versicherungsberater (BVVB).

Wer per Basistarif zu einem neuen Versicherer wechseln will, sollte sich an einen unabhängigen Versicherungsberater wenden.

Quelle: RP

 
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