Gartenabfälle nicht einfach wegschmeißen: Tieren im Herbst Unterschlupf bieten
zuletzt aktualisiert: 31.12.2002 - 09:40Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst
den Garten nicht zu gründlich aufräumen. Laubreste, Reisighaufen und verblühte Blumen sollten zum Beispiel nicht komplett entsorgt werden, da sie im Winter vielen Tieren Unterschlupf und Futter bieten können.Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) zufolge zudem bestes Vogelfutter: Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den Samenständen von Blumen. Auch Sträucher wie Schneeball und Heckenrosen bieten Nahrung für hungrige Vögel.
Gartenabfälle, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen, sollten in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgeschichtet werden, empfiehlt der BUND. Damit werde ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel geschaffen. Aber auch Kröten und Eidechsen finden zwischen den Zweigen Schutz und Nahrung.
Beim Gartenputz fallen noch weitere organische Abfälle an, die umweltfreundlich entsorgt werden können: Rasenschnitt, Laub und zerkleinerte Zweige ergeben zum Beispiel Mulch. Eine etwa drei bis fünf Zentimeter dicke Mulchschicht, die auf die Beete verteilt wird, schützt den Boden und die Pflanzenwurzeln bei Frost. Darüber hinaus bietet das organische Material Regenwürmern und anderen Bodenlebewesen reichlich Nahrung, die es in wertvollen Humus und letztlich wieder in Pflanzennährstoffe umsetzen.
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