Mein Eigenheim (Folge 7): Diese Wohnung könnte es sein
VON KERSTIN HELMERDIG - zuletzt aktualisiert: 05.12.2012 - 12:10Düsseldorf (RPO). Das Treffen mit dem dreisten Makler hat mir einige Tage lang die Lust an der Immobilien-Suche vermiest. Doch vor einem langen Wochenende, das ich in Hamburg verbringen will, beschließe ich, nochmal das Internet zu bemühen.
Es ist schon spät am Abend, ich habe keine richtige Lust, zu suchen. Doch die Vernunft siegt und ich tippe meine Kriterien in die Suchmaske ein. Als ich die Ergebnisse sehe, staune ich: Da wird eine Wohnung angeboten, die in der Nähe von meiner jetzigen liegt. Der Preis ist okay, die Lage kenne ich gut. Sofort kontaktiere ich die Maklerin und hoffe, schnell einen Besichtigungstermin zu bekommen.
Am nächsten Morgen telefoniere ich mit der Maklerin. Sie schlägt ein Treffen am Montag vor - da bin ich dummerweise in Hamburg. Also muss mein Mann hingehen. Mein Bauch sagt mir: Wenn die Wohnung gut ist, dann müssen wir sie direkt reservieren, weil die Lage zu begehrt ist, als dass wir ewig warten können.
Auf der Suche nach der Traum-Immobilie
Wer stramm auf die 30 zugeht, macht sich schon mal Gedanken um die Zukunft. So auch RP-Online-Autorin Kerstin Helmerdig (27), die sich auf die Suche nach dem eigenen Zuhause begeben hat. Gemeinsam mit ihrem Mann will sie so für’s Alter vorsorgen. Doch auf dem Weg dahin warten viele Hindernisse.
Wir besprechen, welche Fragen wir an die Maklerin haben, dann verabschiede ich mich für das Wochenende und fahre gespannt in den Norden.
Am Montag erhalte ich wie verabredet einen Anruf von Zuhause: Die Wohnung sei klasse, eine Küche ich schon drin, zwar etwas älter, aber noch in Schuss. Zwar müssten wir viel renovieren, aber insgesamt war mein Mann begeistert. Er habe die Wohnung sofort reserviert, sagt er stolz. Ich bin platt. So schnell hatte ich nicht damit gerechnet.
Zum Glück hat die Maklerin am nächsten Vormittag noch einmal Zeit. Diesmal gehe ich mit, schaue alles in Ruhe an. Es ist wirklich eine richtig gut geschnittene Wohnung. In dem Haus leben acht Parteien, allesamt Eigentümer. Die Überraschung kommt zum Schluss: Ich hatte damit gerechnet, dass wir einen Anteil des Preises aufgrund der Reservierung auf jeden Fall zahlen müssen - auch wenn wir die Wohnung doch nicht kaufen. Doch in dem Schreiben, das uns die Maklerin zur Unterschrift mitbringt, steht lediglich, dass die Vermittlung der Immobilie zu unseren Gunsten bis Ende des Monats eingestellt wird.
Ich frage nach und sie erklärt, dass ihr Büro keine Gebühren für die Reservierung nimmt. Das ist großartig! Jetzt können wir mit der Bank in Ruhe sprechen und eine Finanzierung aufstellen. Aufgeregt verlassen wir die Wohnung und überlegen schon, welche Blumen wir auf den zwei Balkonen pflanzen könnten.








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