2,4 Tonne dioxinverseuchtes Fleisch sind laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz bereits nach Deutschland eingeführt worden. Jetzt geben die Verbraucherzentralen Tipps wo Sie noch sicher Fleisch einkaufen können.
Wie sollte man jetzt am besten Fleisch einkaufen?
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät Kunden, sich vor allem auf ihre Sinne zu verlassen. Generell sollte man sich nicht von bunten Bildern beispielsweise mit Rindern auf einer Weide blenden lassen. Denn damit sei über die Art der Haltung und die Herstellungsbedingungen noch nichts ausgesagt.
Bei welchem Fleisch kann man sich noch sicher sein, dass es kein Dioxin enthält?
"Man sollte regionale Markenfleischprogramme bevorzugen", sagt Verbraucherschützerin Susanne Umbach. Die Ernährungsexpertin sieht in solchen Initiativen regionaler Anbieter eine der wenigen Möglichkeiten, sicher zu erfahren, von wo eine bestimmte Ware stammt.
Welches Fleisch sollte man am besten kaufen?
"Der Verbraucher kann auch sehr viel über sein eigenes Konsumverhalten zu seinem Schutz beitragen", erklärt die Expertin. Sie verweist darauf, dass sich ein Stoff wie Dioxin vor allem in fettreichem Fleisch besonders stark anreichert. "Wer aber auf mageres Fleisch setzt und generell auf einen ausgewogenen Speiseplan achtet, verringert das Risiko zusätzlich.“
Welche Menge an belastetem Fleisch ist tatsächlich schädlich?
Die gesundheitliche Gefährdung müsse schon in einer gewissen Relation gesehen werden sagt Verbraucherschützerin Umbach: Ein einmaliger Verzehr auch von stärker belastetem Fleisch führe nicht sofort zu einer lebensgefährlichen Vergiftung. Dafür müssten es schon sehr große Mengen sein.
Worauf muss ich bei Fleisch aus dem Supermarkt achten?
Auf der Verpackung müssen laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Informationen zu Inhaltsstoffen, Qualitätsmerkmalen und Eigenschaften zu finden sein. Also Angaben zu Zusatzstoffen, das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Herstellerangabe und die Chargennummer. Die Behörde rät unbedingt zur Skepsis, sollte zum Beispiel das Mindesthaltbarkeitsdatum überklebt worden sein.
Ist das Fleisch sicher, wenn auf der Verpackung nicht Irland steht?
Verbraucherschützerin Umbach warnt Kunden davor, sich trotz der gesetzlichen Regelungen in allzu sicher zu fühlen. Durch den Genusstauglichkeitsstempel, der Auskunft über Verpackungs- oder Zerlegeort und -betrieb gibt sei nicht immer klar gesagt, woher das Tier denn nun ursprünglich stammte, weil sich in der Verarbeitungs- und Lieferkette viele Gelegenheiten böten, schlicht einen anderen Ort anzugeben.